Münchner Stadträte machen sich für Aufhebung des Verbots stark

CSU will im Eisbach baden

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Drei Münchner Stadträte machen sich dafür stark, das Bade-Verbot im Eisbach aufzuheben.

München - In den vergangenen Hochsommertagen fiel es drei CSU-Stadträten siedendheiß ein: Ein Sprung in den Eisbach ist in München die denkbar prickelndste Abkühlung und Erfrischung.

Das sollte nicht verboten sein!

„Schwimmen im Eisbach gehört zum Englischen Garten wie der Englische Garten zu München“: Unter diesem Motto machen sich die Mandatsträger Tobias Weiß, Evelyne Menges und Michael Kuffer in einem Antrag an Oberbürgermeister Christian Ude jetzt für eine Aufhebung des Badeverbots stark. Es erweise sich „in der praktischen Umsetzung ohnehin als völlig nutzlos.“

Zuständig für den Englischen Garten ist allerdings der Freistaat, genauer gesagt die Schlösser- und Seenverwaltung und das Wasserwirtschaftsamt. In Zusammenarbeit mit den staatlichen Behörden sollen städtische Referate nach Wunsch der Rathaus-CSU nun klären, wie das Baden im Eisbach sicherer gemacht werden kann. „Ziel muss sein, die Gefahrenpotenziale nicht durch Verbote zu ignorieren, sondern das Übel an der Wurzel zu packen und das Schwimmen im Eisbach sicherer zu machen“, heißt es in ihrem Antrag.

Seit 1998 sind im Eisbach zehn Menschen ertrunken, allein 2007 waren es drei. Einige Male spielten Bauwerke dabei eine entscheidende Rolle, die die Fließgeschwindigkeit des Wassers regulieren – und damit starke Strömungen auslösen. Darüber hinaus nennen die CSU-Stadträte auch künstliche Strudel wie beispielsweise an der Diana-Bad-Schwelle/Ableitung Oberjägermiesterbach als Gefahrenquelle. Sie fordern mehr Leitern, „um den Bach vor solchen Strudeln verlassen zu können“.

Bisher ist das Schwimmen in diesem Bereich verboten – und sollte es nach Meinung der Stadt auch bleiben. Das Surfen könne man hingegen erlauben, hieß es im Rathaus. Für letzteres Thema gibt es bereits einen runden Tisch mit städtischen und staatlichen Vertretern.

Kurioserweise starten die CSU-Stadträte ihren Vorstoß just in dem Sommer, in dem die Landtags-CSU Parkverwalter Thomas Köster per Gesetz ermächtigt hat, eine Vielzahl von Verboten durch Androhung von Bußgeldern durchzusetzen. Dazu gehört auch das Badeverbot im Eisbach.

bw.

Quelle: tz

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