Koalitions-Streit droht

CSU will zwei geplante Asyl-Lager ausbremsen

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Die Flüchtlingszahlen nehmen zu.

München - Am Mittwoch bahnt sich im Stadtrat ein Koalitions-Streit um die Asyl-Lager im Stadtgebiet an. Grund: Die CSU will zwei geplante Asylbewerberunterkünfte im Süden und im Osten der Stadt möglichst ausbremsen.

Eines wäre eine Unterkunft in der Forstenrieder Allee in Solln, das zweite eine weitere Unterkunft im Gefilde an der Grenze von Neuperlach und Waldperlach. „Wir sehen Probleme mit diesen beiden Unterkünften, die in reinen Wohngebieten entstehen sollen“, so CSU-Fraktionschef Hans Podiuk am Montag zur tz. „Im Münchner Osten und Süden ballen sich die bestehenden und geplanten Asylunterkünfte sehr, und dann haben die Anwohner in Perlach auch noch Angst vor dem geplanten Großbordell im Gewerbegebiet. Das sind schon viele Belastungen.“ Die Stimmung könne kippen, wenn zu viel Asylbewerber in einem Viertel untergebracht werden.

CSU-Fraktionschef Hans Podiuk.

Wie die CSU am Mittwoch abstimmen will, war gestern zu Redaktionsschluss noch nicht klar, die Fraktionskonferenz dauerte an. Die SPD hingegen will der von der Verwaltung vorgeschlagenen Liste zustimmen, damit schnell Platz geschaffen werden kann. Das Programm der Stadt sieht vor, pro Jahr über 3000 neue Plätze für Asylbewerber und Wohnungslose zu schaffen.

Die Liste, über die der Stadtrat am Mittwoch entschieden soll, umfasst 32  Standorte im gesamten Stadtgebiet, die 2014 und 2015 geplant sind.

Allerdings geht das Sozialreferat davon aus, dass sich die Lage nach dieser Frist nicht entspannen wird.

Für die Schaffung von Unterkünften sollen die Mittel von aktuell jährlich 20 Millionen Euro für die Jahre 2014 bis 2017 auf 125 Millionen aufgestockt werden.

Johannes Welte

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