Cusack will 3,6 Millionen Euro für Drehausfall

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John Cusack zieht vor Gericht. Der 42-Jährige fordert Schadensersatz für bereits geleistete Dreharbeiten zu dem Action-Film „Stopping Power“.

John Cusack ist sauer, stinksauer offensichtlich. Monatelang ist er seinem Geld hinterher gelaufen, jetzt ist ihm der Kragen geplatzt.

Er fordert 3,6 Millionen Euro Schadensersatz von einer Tochterfirma der Münchner Internationalmedia AG. Vor dem „Los Angeles County Superior Court“ hat er jetzt Klage eingereicht. Der Grund: Die geplatzten Dreharbeiten zu dem Action-Streifen Stopping Power, für die Cusack im vergangenen Sommer extra nach Deutschland reiste.

Geplant waren Dreharbeiten in Berlin und in Sachsen-Anhalt, wo auf extra gesperrten Autobahnen wilde Verfolgungsjagden gedreht werden sollten. Cusack war für die Rolle eines alleinerziehenden Vaters vorgesehen, der mit seiner jungen Frau und seiner Tochter Urlaub in Deutschland macht. Dabei wird die Tochter von gefährlichen Kriminiellen entführt. Regie sollte Jan de Bont führen, der mit Tomb Raider und Speed bereits für volle Kinokassen sorgte.

Doch das Filmprojekt wurde abgeblasen, als ein potenter Geldgeber abgesprungen war. Die Immobilienkrise in den USA sei schuld daran, so die Produktionsfirma IM Stopping Power GmbH. Gegen die klagt jetzt John Cusack, weil man ihm angeblich 4,5 Millionen Dollar zugesichert habe, egal ob der Film zu Ende gestellt wird oder nicht. Laut dem Internetdienst TMZ hat der 42-Jährige bis jetzt noch kein Geld gesehen.

Die Münchner Firma IM Internationalmedia AG bestätigt die Klage und verweist in einer Mitteilung auf ein kompliziertes Geflecht von Finanzstrukturen. Demnach wurde die Stopping Power GmbH bereits an die R Media Acquisitions LLC verkauft, einschließlich aller noch offenen Verpflichtungen. Man hoffe, so die Münchner Firma, dass die R Media Acquisitions LLC den getroffenen Vereinbarungen nachkommen kann. Fest steht: So schnell wird Cusack wohl keinen Film mehr in Deutschland drehen wollen.

MZ

Quelle: tz

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