Antrag im Stadtrat

Da geht was: CSU will Beauftragten für Fußverkehr - und steht damit nicht allein

Die CSU will einen Beauftragten für Fußgänger in München.
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Die CSU will einen Beauftragten für Fußgänger in München.

Die Stadt soll einen Beauftragten für den Fußverkehr bekommen. Das fordert die CSU, sie ist damit nicht alleine. Andere Fraktionen hatten ähnliche Anträge bereits in den Jahren zuvor formuliert.

Die Grünen hatten sie 2018, die SPD 2019, die FDP folgte ein Jahr später: 2020. Und nun, 2021, hat die CSU die Idee, einen Fußgängerbeauftragten in München zu etablieren. Die Fraktion hat gestern einen entsprechenden Antrag gestellt.

Vorbild soll Hamburg sein, wo es seit Oktober 2020 eine Fußgängerbeauftragte gibt. Deren Aufgaben bestehen darin, Fußverkehrskonzepte zu entwickeln, Verkehrs- und Freiraumplanungen hinsichtlich der Belange des Fußverkehrs und der Barrierefreiheit zu prüfen, technische, fachliche und finanzielle Grundlagen zum Thema Fußverkehr zusammenzustellen und Ansprechpartnerin für Fachbehörden, Politik und Interessenverbänden zu Fußverkehrsthemen zu sein.

CSU-Chef Manuel Pretzl sagte: „Die grün-rote Koalition im Stadtrat will den ÖPNV und auch die Rechte der Fußgänger dem großen übergeordneten Ziel, Ausbau der Radwege, unterordnen. Aber: Auch Fußgänger brauchen Raum. Dieser muss vor allem sicher und möglichst konfliktfrei genutzt werden können.“

Grünen-Stadtrat Paul Bickelbacher derweil begrüßt den Vorstoß der CSU. Stadtrat Paul Bickelbacher: „Das ist eine ausgezeichnete Idee. Deswegen haben wir das auch schon vor vor über anderthalb Jahren beantragt.“ Er sei daher zuversichtlich, dass es für diesen Antrag im Rahmen der in den kommenden Monaten zu beschließenden Mobilitätsstrategie einen breiten Konsens geben werde.

Um München für Fußgänger noch attraktiver und sicherer zu machen, fordere auch die SPD schon lange einen Fußverkehrsbeauftragten, sagt Stadtrat Andreas Schuster. „Wir setzen uns für intelligente Ampeln, Querungshilfen und eine Strategie gegen Gehwegparker ein. So machen wir unsere täglichen Wege sicherer.“   

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