Dachau und Puchheim: Brand-Forschung nach Infernos

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Ein Brand in einer Autowerkstatt in Puchheim hat einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst.

Dachau/Puchheim - Die Flammen sind verglüht, die gigantischen Rauchwolken verflogen. Nach dem Infernos von Dachau und Puchheim betreiben die Ermittler Aufklärung. Folgt bald der Abriss? 

Nach der Feuerhölle von Puchheim wird nun untersucht: Wie hoch ist der Schaden? Was war die Ursache? Letzteres lässt sich wohl nie herausfinden – so zerstörerisch war das Inferno! Das gleiche gilt für den Großbrand vergangene Woche in Dachau.

„Die Puchheimer Werkstatt ist zerstört und einsturzgefährdet“, sagte ­Polizeisprecher Günther Beck am Montag zur tz. „Auch die Dachauer Halle kann nicht betreten werden.“

Großeinsatz wegen Feuer in Puchheim

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Sonntag früh hatten beängstigende Knallgeräusche die Anwohner der Lagerhalle mit Autowerkstatt und Imbiss in Puchheim aus dem Schlaf gerissen. Durch die Hitze des Feuers hatte es Dachplatten zerrissen – die Gebäude brannten nieder. Über Dachau war vergangenen Dienstag eine riesige Rauchsäule bis nach München gezogen. Die Squash-Insel samt Fitnesstudio und Büro verbrannten.

„Wir sind bei beiden Bränden froh, dass es keine Verletzten, sondern ,nur‘ Sachschäden gibt“, so Beck. „Das Wichtigste ist jetzt, dass nicht bei einer Brandbegehung noch jemand verletzt wird.“ Es komme wohl zum kontrollierten Abbruch.

Am stärksten von dem Puchheimer Brand betroffen ist laut Fürstenfeldbrucker Tagblatt Alfred Rachinger, der Betreiber der Autowerkstatt mit Mercedes-Ersatzteilhandel. Vom Backsteinhaus sind nur die Grundmauern übrig. Der Imbiss von Elfriede Schmölz steht noch. Mehr als Kaffee kann sie aber nicht mehr anbieten. „Es ist katastrophal. Ich bleibe hier, bis alles abgerissen wird. Und dann gehe ich in einen Container, oder in Rente.“

Laut Hallenbesitzer Alois Harbeck habe das Gebäude womöglich unter Denkmalschutz gestanden. Es sei aber seit langem geplant worden, dort Wohnungen zu bauen.

ast

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