Darum kann Elefantendame Steffi singen

Tina Layes von der tz, Tierpfleger Thamas Günter und die singende Steffi.
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Tina Layes von der tz, Tierpfleger Thamas Günter und die singende Steffi.

Was gibt es Neues aus dem Münchner Tierpark Hellabrunn? Die Elefantendame Steffi singt, die Pinguine können doch fliegen – zumindest die in Hellabrunn – und Ameisenbärin Xippe mag ihren Mann Leon nicht mehr, sondern bevorzugt neuerdings den feurigen Juan.

„Es ist ein Leben wie in der Lindenstraße“, lacht Tierfilmer und Zoo-Reporter Felix Heidinger.

Singende Elefanten im Tierpark Hellabrunn

MIttwoch starten 40 neue Folgen der beliebten Fernsehserie Nashorn, Zebra & Co. im Ersten, die tags zuvor bei einer Konferenz im Elefantenhaus in Hellabrunn der Presse vorgestellt wurden. Zusammen mit seinem Kollegen Jens-Uwe Heins hat sich Heidinger auf die Suche gemacht und 1000 neue, spannende, dramatische, aber auch lustige Tiergeschichten hinter den Kulissen entdeckt.

Zu den Lieblingen des Tierparks gehört Elefantenkuh Steffi: „Sie ist sehr kitzelig“, sagt Chef-Tierpfleger Andi Fries. „Jedes Mal, wenn wir sie an den Füßen gekrault haben, fing Steffi an, lautstark ,Törööö, Törööö‘ zu trompeten.“ Natürlich habe sie dafür immer ein Schmankerl bekommen. „Weil Elefanten sind nicht nur sehr gescheit, sondern auch sehr verfressen.“ Daraus sei ein Ritual geworden: „Wenn wir Steffi kitzeln, sagen wir ,singen‘ zu ihr – und dann trötet sie lauthals.“ Eine lustige Geschichte, die in der neuen Staffel zu sehen sein wird.

Der süßeste Nachwuchs der Tierwelt

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Nachwuchs im Dresdner Zoo: Der am 4. August 2008 geborene und noch namenlose Zebrahengst springt hinter seiner Mutter "Kirby" durch das Gehege. © dpa
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Ein Alpaka und ein Alpakajunges im Tierpark Hellabrunn. © dpa
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Ein neugeborener Seelöwe in Vergnügungspark in Südkorea. Er wurde am 27. Juni 2008 geboren. © dpa
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Erstmal kräftig schütteln: Das kleine Seebär-Mädchen "Bonita" erblickte am 8. Juli 2008 das Licht der Welt. © dpa
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Neugierig blickt das kleine Seebär-Mädchen "Bonita" während ihres ersten Ausflugs ins Freigehege im Tierpark Hagenbeck in Hamburg um sich. © dpa
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Babyelefant "Shanti" kühlt sich im Schutz von Mutter "Khaing Hnin Hnin" in einem Kinder-Planschbecken im Zoo in Hannover ab. © dpa
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Der süße Asiatische Elefant wurde am 19. Juli 2008 im Selwo Aventure Zoo in Estepona in Spanien geboren. © dpa
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Im Zoo im brandenburgischen Eberswalde (Barnim) hat eine etwa fünf Wochen alte Schnee-Eule eine tote Maus im Schnabel. © dpa
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Drei Flamingo-Babys stehen im Osnabrücker Zoo in ihrem Gehege. Zwischen 10. und 13. Juli 2008 gab es dort dreimal Nachwuchs bei den Flamingos. © dpa
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Ein frisch geschlüpfter Andenflamingo wird im Berliner Zoo von seiner Mutter gefüttert. © dpa
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Der Publikumsliebling schlechthin: Eisbärjunge "Knut" hält im Berliner Zoo einen Ast fest. © dpa
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Nachwuchs bei den Lamas: Der Tiergartenchef Mathias Bussenius vom Tiergarten Halberstadt (Harzkreis) läuft mit dem kleinen Lama "Söckchen" durch's Gehege. © dpa
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Mit sichtbarer Mutterliebe liebkost die Malaienbärin Tina ihr Junges, die kleine Malaienbärin Lailani, im Tierpark in Berlin Friedrichsfelde. © dpa
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Mit seiner Mutter Tina balgt der kleine Malaienbär Lailani im Tierpark in Berlin Friedrichsfelde. © dpa
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Ein Marabu-Baby im Tierpark Hagenbeck in Hamburg. Die aus Afrika stammenden, aasfressenden Tiere gehören zu der Familie der Störche und haben eine Flügelspannweite von bis zu drei Metern. © dpa
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Ein Marabu (Leptoptilos crumeniferus) spielt im Tierpark Hagenbeck in Hamburg mit einem Bambuszweig. © dpa
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Dieser junge südamerikanische Mirikina, auch Nachtaffe genannt, hält sich im Berliner Zoo an seiner Mama fest. © dpa

Tierpark-Chef Henning Wiesner, der selbst keinen Fernseher zu Hause hat, gab zu: „Anfangs war ich von der Idee, eine Doku-Soap im Münchner Tierpark drehen zu wollen, gar nicht begeistert.“ Doch die vielen Zuschriften der Zuschauer haben ihn überzeugt. Auch die langjährige Zusammenarbeit, mittlerweile 18 Jahre, mit den Tierfilmern Heidinger und Heins sei so einmalig, dass Wiesner das Format nun sehr schätzt.

Bewegende Bilder von der Aufzucht der Pinguinbabys bis hin zu gefährlichen Experimenten mit Tigern – die neuen Folgen sind nicht nur für Tierliebhaber ein großes Vergnügen. „Der Tierpark München ist einer der schönsten in Deutschland“, sagte Felix Heidinger. „Die Tierpfleger sind brillant ausgebildet. Und der Tierpark ist hier, an der Isar, wunderschön in die Landschaft eingebunden.“

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Seit 30 Jahren arbeitet Pfleger Andi Fries im Elefantenhaus: „Ich kenne Steffi und die andere Elefantendame Tina länger als meine Frau.“ Mit Steffi habe er mittlerweile eine richtige „alte Ehe“. „Steffi ist oftmals zickig, dann lasse ich sie halt in Ruhe. Umgekehrt merkt sie aber auch, wenn ich grantig bin. Das ist bei den Tieren wie bei den Menschen. Nur, dass meine asiatischen Schönheiten, wie ich sie nenne, ein paar Zentner wiegen.“

Quelle: tz

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