Das Ende des Finanzamtes?

Es könnte ja ein Grund zum Feiern sein: Das Münchner Finanzamt in der Deroystraße wird abgerissen.

Doch wer gedacht hat, OB Christian Ude und Finanz-Staatssekretär Georg Fahrenschon arbeiten an einer Steuerreform, die ohne Abgaben auskommt, hat weit gefehlt.

Nach dem Abriss der angegrauten Betonklötze der Steuerbehörden zwischen Deroystraße, Arnulfstraße und Marsstraße entsteht kein neuer Park. Vielmehr werden die Finanzämter noch größer wieder aufgebaut, als zuvor.

Am Freitag wurde das Ergebnis eines Architektenwettbewerbes vorgestellt, wie das neue Münchner Steuerzentrum ausschauen soll, das in den kommenden 15 Jahren entstehen wird. Fünf neue Gebäude werden künftig alle acht Münchner Finanzämter beheimaten. Dazwischen bleibt auch Platz für eine großzügige Grünfläche. Außer den fünf Finanzämtern werden künftig auch das Finanzamt für Körperschaften, das Landesamt für Steuern und das Zentralfinanzamt München auf dem Gelände zu finden sein. Bereits Anfang 2009 könnten die Bagger anrücken.

Die Bürger erhielten durch das neue Steuerzentrum „künftig alles aus einer Hand“, sagt Fahrenschon. Zwar gibt es bereits jetzt ein Servicezentrum für alle Finanzämter an der Deroystraße. Doch künftig werden auch die einzelnen Behörden vor Ort sein. Auch wer Körperschaftssteuer entrichten oder sich einer Betriebsprüfung unterziehen muss, geht künftig nur noch einen Weg. Durch die Zusammenfassung der Behörden hofft Fahrenschon, Synergie-Effekte nutzen zu können. Die Bürger können alle Entwürfe dann vom 18. bis 29. Juni in den ehemaligen Postgaragen an der Deroystraße 3-9 besichtigen. Die Ausstellung hat täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. MK.

Quelle: tz

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