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Zacherlbräu kriegt modernes Geschoss

Das ist die neue Paulaner-Zentrale

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So soll die neue Paulaner-Zentrale aussehen.

München - Bis 2018 will die Paulaner Brauerei nach Langwied ziehen. Die Verwaltung wird in der Stadt bleiben und kommt in den alten Zacherlbräu an der Ohlmüllerstraße.

Bis 2018 will die Paulaner Brauerei nach Langwied ziehen. Doch die Verwaltung des international tätigen Konzerns wird in der Stadt bleiben. Sie kommt in den alten Zacherlbräu an der Ohlmüllerstraße, das ein modernes, flaches Dachgeschoss bekommt.

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Die alte Zacherl’sche Bierbrauerei am Fuß des Nockherberges war der Vorläufer der Paulaner Brauerei, hier wurde der erste, kaiserlich patentierte Salvator gebraut. Im 2. Weltkrieg wurde der klassizistische Bau von 1822, der zuletzt als Mälzerei diente, schwer beschädigt, lediglich die Fassade zur Ohlmüller- und Falkenstraße blieb stehen.

Das verfallene Gemäuer soll nun in einen Neubau integriert werden. Über das Wie gab es im Architektenwettbewerb, dessen Ergebnisse gestern vorgestellt wurden, verschiedene Ansichten. So wollte das Züricher Architekturbüro EM2N den Altbau wiederherstellen und im Hinterhof einen Neubau errichten. Auf dem Dach war ein moderner Querbau aus Glas geplant.

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Doch bei der Preissitzung setzte sich das Münchner Architekturbüro Hierl mit einem Entwurf durch, der einen Teil der Fassade erhalten will, ansonsten aber ganz modern daher kommt.

„Ich halte das für eine ehrliche Lösung“, so Dr. Stefan Schmale von der Schörghuber-Gruppe, zu der die Brauerei gehört. „Wir kehren zurück zu unseren Wurzeln und bauen dennoch eine hochmoderne Verwaltungszentrale, die auch noch in 50 Jahren den Anforderungen gerecht werden wird.“

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Dass den Denkmalschützern der Entwurf nicht gefiel, gab Schmale zu. „Sie haben  aber zugestimmt.“ OB Christian Ude, der am Preisgericht teilgenommen hatte, meinte: „Mit diesem Entwurf wird die Geschichte der Brauerei sichtbar.“

Platz für 1400 Wohnungen

Der geplante Wegzug der Paulaner-Brauerei nach Langwied macht Platz für ein neues Stadtquartier mit 1200 bis 1400 Wohnungen für rund 3000 Menschen. Die Bayerische Hausbau - eine Schörghuber-Tochter -, hat dazu einen städtebaulichen Wettbewerb ausgelobt, in dem die Wünsche der Bürger, die sie bei Versammlungen vor vorbringen konnten, eingearbeitet wurden. Gestern wurden 17 Entwürfe für die drei Grundstücke vorgestellt. Die Bürger können sich im April in Workshops an der endgültigen Auswahl der Entwürfe beteiligen.

Johannes Welte

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