Weltgrößtes Start-up-Frühstück

Harry G: "Berlin denkt nur, es wäre innovativ"

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Harry G im Interview: "Start-ups passen zu Bayern."

München - "Bits and Pretzels" in München gilt als weltweit größtes Gründerfrühstück. 1700 (zukünftige) Firmengründer und Investoren kamen in den Löwenbräukeller. Mittendrin: "Grantler" Harry G.

Einen Satz aus der Rede der bayerischen Wirtschaftsministerin Ilse Aigner haben die "Bits and Pretzels"-Teilnehmer besonders häufig getwittert: "Gründung beginnt im Kopf." Den wiederholten auch die zwei Veranstalter, Andreas Bruckschlögl (25) und Bernd Storm van's Gravesande (39), im Gespräch mit unserem Nachrichtenportal.

Berufs-Grantler Harry G saß auch an einem Tisch im Löwenbräukeller und nannte "Bits and Pretzels" im Interview eine "super Veranstaltung." Der Comedian war diesmal privat dort und nicht wie im vergangenen Jahr als Bühnengast.  Fast alle - auch die ausländischen Gäste des Gründerfrühstücks - trugen Tracht. Und zu den Outfits meinte der Experte, dass sie "überraschend authentisch" aussehen würden.

Start-ups passen zu Bayern, findet Harry G - trotz des englischen Wortes. "Bayern ist eines der innovativsten Bundesländer überhaupt. Berlin denkt nur, es wäre so innovativ."

Beitrag von TZ.

"Ganz Deutschland spricht beim Thema Start-Ups von Berlin - es hat uns geärgert, dass keiner über München redet", sagte auch Veranstalter Storm van's Gravesande. Er hat "Aboalarm" mitgegründet. Das ist ein Service, der bei Vertragskündigungen hilft, etwa für Handyverträge.

Django Asül: "49 von 50 Ideen müssen floppen, bis die 50. funktioniert"

Er beobachte, dass vielen der Mut fehle, ein Start-up zu gründen - gerade in München. Denn hier gebe es viele gut bezahlte Jobs - "man müsste also gar nicht unbedingt gründen, sondern könnte klassisch Karriere machen, in einem großen Unternehmen einsteigen".

Begeisterte Münchner: Die Veranstalter Bernd Storm van's Gravesande (l.) und Andreas Bruckschlögl.

Mit seiner Veranstaltung "Bits and Pretzels" wolle er dazu auffordern, nicht den üblichen Weg einzuschlagen, sondern "laut für eine eigene Idee zu trommeln". München solle "nicht so bescheiden sein. Wer die Substanz hat, darf auch mal laut brüllen".

Der 25-jährige Andreas Bruckschlögl, der "OnPage", eine Firma für Suchmaschinenoptimierung mitgegründet hat, wünscht sich mehr "amerikanisches Denken": "Schon an der Uni wird auf eine Firmengründung hingearbeitet." Und die Absolventen seien bereit, sich richtig reinzuhängen.

Das ist auch die Meinung des Kabarettisten Django Asül, der bei "Bits and Pretzels" auftrat: "Die Amerikaner wissen, dass 49 von 50 Ideen erst floppen müssen, bis die 50. Idee funktioniert."   

Sorgte für Erheiterung: Kabarettist Django Asül.

Die Amerikaner, die als Redner eingeladen waren, hielten sogar den Dresscode ein - Tracht. Selbst aus den Staaten mitgebracht haben sie die aber nicht: Für jeden lagen eine Lederhose und kariertes Hemd unter dem Kopfkissen im Hotelzimmer, verrieten die Veranstalter.

Das nächste "Bits and Pretzels" findet ab dem 29. September auf der Wiesn im Schottenhammel-Zelt statt. Es gibt Platz für 3500 Teilnehmer. 

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