tz-Konzertkritik

Das Zenith killt die Killers

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Vier aus Las Vegas - leider auf akustisch verlorenem Posten: The Killers gastierten im Münchner Zenith

München - Erbarmungslos kann diese Halle manchmal sein. Das Zenith offenbart barbarisch jede kleinste Schwäche seiner Hauptdarsteller. Jüngstes Opfer: The Killers (ausverkauft).

Das Zenith ist ohnehin schon für seine schwierige Akustik berüchtigt. Grausam, was sich im ersten Drittel abspielte. Wegen eines völlig übersteuerten Sounds verfilzten sich Gitarren, Bass und Synthies zu einem undefinierbaren Brei. Kann denn jemand bitte, bitte wenigstens Teile der enormen Affektgeräte-Sammlung aus der Halle verbannen? So zumindest hätte man wenigstens ein Plätzchen für Brandon Flowers geschaffen, dessen Stimme von diesem Kleister ausnahmslos verschluckt wurde.

Flowers Piano-Moment kam dann später, allerdings kämpfte er hier nicht nur mit Stimm-, sondern auch wieder mit Soundproblemen. Letztere wurden im Laufe des Abends seltener, die Zugaben waren sogar gut, und die imposanten Feuerwerke samt Glitter-Regen und Flowers Animationsversuche plötzlich überflüssig. Schließlich musste die einstige Indie-Rock-Band jetzt nichts mehr überdecken, die vier aus Las Vegas (samt zweier Helfer) lieferten schließlich eine würdige Show ab. Ein versöhnliches Ende.

Angelika May

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