Verhandlung wegen Körperverletzung

Prügel-Boxer Haye lässt Prozess sausen

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David Haye.

München - Skandal-Boxer David Haye kneift vor der Münchner Justiz! Ihm sollte am Montag der Prozess gemacht werden …

Die Staatsanwaltschaft München I wirft dem 33-jährigen britischen Schwergewichts-Boxer vorsätzliche Körperverletzung und versuchte gefährliche Körperverletzung vor (tz berichtete). Nach dem Kampf zwischen Witali Klitschko und Derek Chisora in der Nacht zum 19. Februar 2012 in der Olympiahalle (Klitschko gewann) provozierte Haye seinen Erzrivalen Chisora als „Loser“ (Verlierer). Dieser verließ das Podium der Pressekonferenz und stürmte auf Haye zu. Haye verpasste ihm mit der Rechten, in der er eine Flasche hielt, einen Schlag ins Gesicht.

Nachdem die Streithähne getrennt werden konnten, ging Chisoras Trainer Charles Onyenke auf Haye los und bezog vom Ex-Weltmeister ebenfalls Prügel. Haye schnappte sich ein Kamerastativ und schlug um sich. Dabei traf er aus Versehen seinen eigenen Trainer Adam Booth.

Chisora und Onyenke bekamen im vergangenen November einen Strafbefehl in ihre britische Heimat zugeschickt. Es geht um eine Geldstrafe, wie Oberstaatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch der tz bestätigte. Über die Höhe der Strafe dürfe er allerdings nichts sagen.

David Haye hat sich nach Ansicht der Ermittler zu viel zuschulden kommen lassen. Deshalb sollte ihm Montag der Prozess gemacht werden. Sein Anwalt Johannes Eisenberg aus Berlin beantragte kurzfristig ein Strafbefehls-Verfahren, damit sein Mandant nicht nach München kommen muss. Das ist rechtlich möglich. Wie hoch der Strafbefehl ausfällt (maximal ein Jahr auf Bewährung), ist noch nicht bekannt.

Eberhard Unfried

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