Falsche Anwendung quasi ausgeschlossen

"Schon 16 Leben mit dem Defibrillator gerettet"

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Gemeinsame Aktion: Markus Matula (v.l.), Josef Assal und MVG-Chef Herbert König zeigen den Defibrillator in Gern

München - Es sind nur rund zwei Minuten – aber diese Zeit entscheidet auch in der Münchner U-Bahn über Leben und Tod. Eine falsche Anwendung des Defibrillators ist praktisch ausgeschlossen.

Zwei Minuten dauert die Anwendung eines Defibrillators, um den Herzrhythmus schnell wieder in Takt zu bringen, wenn ein lebensgefährliches Kammerflimmern eintritt. Das 71. solche Gerät hat die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) am Freitag im U-Bahnhof Gern angeschlossen, integriert in die Notfall-Säule am Bahnsteig. Möglich gemacht hat das eine Spende der Stadtwerke in Höhe von 66 000 Euro – das Geld ging an den Verein München gegen den plötzlichen Herztod, der die Defibrillatoren beschafft und in die Notfallsäulen einbaut. Bisher gibt’s bereits 71 Geräte in 60 von 100 Münchner U-Bahnhöfen – und es sollen noch mehr werden. Die Anwendung ist für Helfer einfach: Eine Computerstimme gibt die Anweisungen, zudem wird die Leitstelle verständigt. So steigen die Überlebens-Chancen des Patienten um bis zu 70 Prozent.

2001 war die MVG der erste U-Bahnbetreiber der Welt, der sein Netz mit den Defibrillatoren ausgestattet hat. „Seitdem konnten so 16 Leben gerettet werden“, sagt Josef Assal, ärztlicher Leiter. Bis 2014 werden die Stadtwerke mit der MVG insgesamt 450 Notfallsäulen aufstellen – ein Teil davon ausgerüstet auch mit Defirbillatoren. Auf einzelnen Abschnitten der U2, U4, U5 und U6 wird etwa nachgerüstet.

Fehlerhafte Anwendung ist praktisch ausgeschlossen. Der Defibrillator kann nur entnommen werden, wenn der Disponent ihn nach einem Notruf freigibt. Und: Ob tatsächlich ein lebensbedrohlicher Zustand vorliegt, analysiert das Gerät von selbst.

thi

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