Demokratie-Preis der liberalen Dame

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Hildegard Hamm-Brücher

München - Ehrenbürgerin Hildegard Hamm-Brücher überreicht am Montag zum ersten Mal den von ihr gestifteten „Münchner Bürgerpreise gegen das Vergessen – für Demokratie“.

Das wollte die Grande Dame liberaler Politik vor ihrem 90. Geburtstag schaffen; es gelingt ihr zwei Tage vor dem großen Datum.

Eine siebenköpfige Jury hat unter 33 Bewerbungen drei Projekte ausgewählt. Zudem wird Alt-OB Hans-Jochen Vogel, dem Gründungsvorsitzenden des Vereins gegen das Vergessen, ein Ehrenpreis für sein langjähriges Engagement zuerkannt. Die Preisträger:.

- Das städtische Sophie-Scholl-Gymnasium erhält den Preis als Gesamtwürdigung der bisherigen Aktivitäten, die von der Verpflichtung gegenüber der Namensgeberin der Schule geprägt sind.

- Die Hauptschule an der Schleißheimer Straße wird gewürdigt, weil eine Schülergeschichtswerkstatt unter Anleitung ihres Rektors die Geschichte des Stadtteils während der NS-Diktatur erforscht. Besonders bemerkenswert fand die Jury die pädagogische Leistung, wie dabei den vielen Migrantenkindern in der Schülergruppe auf diese Weise nicht nur ihre Wohnumgebung, sondern auch deutsche Geschichte und die bundesdeutsche Demokratie näher gebracht wird.

- Das Team des Dokumentarfilms Kick it like Kurt erhält den Preis für das Wachhalten der Erinnerung an die NS-Zeit und das Engagement für ein demokratisches Zusammenleben heute. Auf der Folie der Münchner Fußballgeschichte und anhand der Biografie des jüdischen FC-Bayern-Präsidenten Kurt Landauer wird gezeigt, wie nachahmenswert Offenheit, Solidarität und Toleranz sind. „Hervorzuheben ist die außergewöhnliche Eigeninitiative und die Beharrlichkeit der jungen Leute, die über viele Monate und zahlreiche Hürden hinweg die Idee aktiv verfolgt haben“, lobt die Jury.

Anschließend wird die Jubilarin gefeiert.

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