Baum soll im April gepflanzt werden

Der Ring der Erinnerung: Das ist das Denkmal für die Amoklauf-Opfer

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Blumen am Tatort: So wurde den Toten kurz nach dem Amoklauf gedacht.

München - Jetzt gibt es das erste Bild des geplanten Denkmals für die Opfer des Amoklaufs aus dem vergangenen Jahr. Jedem der neun Toten wird auf besondere Weise gedacht.

„Für Euch“ - so heißt der Entwurf der Münchner Künstlerin Elke Härtel. „Für Euch“ - das heißt übersetzt ein Denkmal für die neun Todesopfer des Amoklaufs am Olympia-Einkaufszentrum vom 22. Juli 2016.

Der Ältestenrat hat am Freitag beschlossen, dass ein Kunstwerk an die Opfer der Gräueltat am OEZ erinnern soll. Die Gestaltung der Gedenkstätte ist in enger Abstimmung mit den Angehörigen der Opfer erarbeitet worden. Der Ring aus poliertem Edelstahl ist zwei Meter hoch und 2,5 Meter breit und umfasst einen Ginkgo-Baum. Der soll im April gepflanzt werden. Er stehe für die getöteten Menschen, die dort verwurzelt gewesen seien, teilte das Kulturreferat mit. Der Erinnerungsort soll zum Jahrestag der Bluttat am 22. Juli eingeweiht werden. Die Gesamtkosten für das Denkmal betragen 200.000 Euro.

So sieht das Modell des Kulturreferats aus.

Namen und Bilder der Opfer auf Steinen

Der zwei Meter hohe Ring gleicht einem Schmuckstück mit neun Steinen, deren Innenseiten die Namen und Abbildungen der neun Todesopfer tragen. Ein Teil des Rings versinkt in der Erde. Er symbolisiert Verbundenheit, Gemeinsamkeit, Unendlichkeit und Ewigkeit. „Es gehört zu den schwierigsten Aufgaben, mit Trauer und Fassungslosigkeit, mit Erinnerung und vielen unbeantworteten Fragen angemessen umzugehen“, sagt Kulturreferent Hans-Georg Küppers.

Der 18-jährige David S. hatte am 22. Juli 2016 neun Menschen erschossen - zwei junge Frauen und sechs Männer im Alter von 14 bis 20 Jahren sowie eine 45-Jährige. Einige Stunden danach tötete sich der Amokläufer selbst - und ließ viele Münchner Familien in unsäglicher Trauer zurück.

Der Gedenkort befindet sich auf einem Grünstreifen zwischen dem OEZ und dem Elektromarkt Saturn Hansa. Nördlich des Grünstreifens liegt das McDonald’s-Restaurant, wo die Gräueltat begann.

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