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Der neue Miet-Atlas für die ganze Region

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Die Mieten in München und dem Umland steigen weiter. Die Folgen der Finanzkrise sind noch nicht absehbar.
Die Mieten in München und dem Umland steigen weiter. Die Folgen der Finanzkrise sind noch nicht absehbar. © dpa

Münchens Mieter müssen noch tiefer in die Tasche greifen, und die Folgen der Finanzkrise sind dabei noch gar nicht absehbar.

Das ist das Fazit des aktuellen Wohnungsmarktbarometers 2008 der Stadt München. Demnach sind die Erstbezugsmieten gegenüber dem Vorjahr im Schnitt um über 50 Cent auf 12,80 pro Quadratmeter gestiegen, die Wiedervermietungsmieten stiegen netto um 20 Cent auf 11,55 Euro pro Quadratmeter – die Preissteigerungen für Gas, Öl und Strom sind wie alle anderen Nebenkosten hier nicht mit eingerechnet.

München ist weiter Spitzenreiter unter den deutschen Großstädten, die Mieten sind bis zu zwei Euro höher als in anderen Großstädten. Eine Trendwende sei kurzfristig nicht in Sicht, heißt es im Referat für Stadtplanung, dessen Wohnungsmarktbarometer seit 1995 die Mietangebote der SZ auswertet. Referats-Sprecherin Denise Kirchner geht zudem davon aus, dass sich die Finanzkrise auch auf den Wohnungsmarkt auswirken wird. Dabei gibt’s zwei Szenarien: Fehlt Investoren das Geld für neue Bauprojekte, wird die Miete teurer, weil zu wenig Wohnraum vorhanden ist. Fehlt den Bürgern das Geld für teure Münchner Wohnungen, sinken die Mieten aufgrund mangelnder Nachfrage. Was geschehen wird, weiß bisher keiner so genau. „Wir gehen aber davon aus, dass das Preisniveau konstant bleibt“, sagt Denise Kirchner.

Konstant heißt teuer, und es kostet immer mehr, in der Landeshauptstadt zu leben. Die Mietpreise sind seit 2006 gar um bis zu 20 Prozent gestiegen, betont Rudolf Stürzer, Vorsitzender des Haus- und Grundbesitzervereins München. Beatrix Zurek, Vorsitzende des Münchner Mietervereins, weiß auch, woran das liegt: „Die Stadt schafft es einfach nicht, jährlich wie versprochen für 7000 neue Wohnungen zu sorgen.“

Ausgerechnet die Finanzkrise könnte da nun Abhilfe schaffen und Schwung in den Münchner Wohnungsbau bringen, so Stürzer: „Wer mal mit Aktien auf die Nase gefallen ist, der kommt vielleicht reumütig zurück und setzt auf Immobilien.“

Quelle: tz

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