Nach Schäden durch die IAA

Der neue Rasen ist da - Königsplatz soll wieder hergerichtet werden - doch es dauert

Stück für Stück bekommt der Königsplatz einen neuen Rasen und wird wieder grüner.
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Stück für Stück bekommt der Königsplatz einen neuen Rasen und wird wieder grüner.

Rund einen Monat ist die IAA schon vorbei, doch die Folgen sind noch sichtbar. Das soll sich auf dem Königsplatz nun ändern - aber es dauert.

Schlimm waren die Bilder: Wie ein Acker sah es auf dem Königsplatz aus, tiefe Furchen durchzogen die Wiesen. Aus dem ehemals satten Grün war ein Schlachtfeld geworden, wie es Ruth Gehling vom Bezirksausschuss Maxvorstadt formulierte. Doch damit ist bald Schluss! Der neue Rasen rollt an. Am Montag wurden bereits die ersten Abschnitte der Roll-Wiese verlegt. Bis Ende nächster Woche soll der Königsplatz dann wieder königlich aufgeräumt daherkommen.

Ein Rückblick: Anfang September fand in München die IAA Mobility statt. Die Internationale Automobilausstellung wurde aber nicht nur auf dem Messegelände in Riem, sondern auch auf vielen Plätzen in der Innenstadt veranstaltet. So wie dem Königsplatz. Große Brummis rollten an, schwere Messestände wurden aufgebaut und Zelte standen tagelang auf dem Rasen. Die Folge: Ein Bild der Zerstörung, nachdem die Ausstellung beendet war. Zurück blieben eben tiefe Furchen - und wütende Anwohner.

Der Rollrasen kommt vom Experten aus Waidhofen

Seit Montag aber bekommt der Königsplatz sein altes Gesicht zurück. Fünf Mitarbeiter der Firma Schwab, Deutschlands größtem Anbieter für Rollrasen, gaben dem Platz Stück für Stück wieder Farbe. Es geht um etwa 6000 bis 8000 Quadratmeter Fläche. Noch ist unklar, ob alle Bereiche einen Rollrasen brauchen, oder ob an manchen Stellen Nachsäen reicht.

Der Rasen kommt übrigens aus Waidhofen im Landkreis Schrobenhausen. Die Ernte erfolgt in den Morgenstunden, damit er frisch und kühl auf die Reise gehen kann. Das Gesamtgewicht liegt immerhin bei rund 400 Tonnen. Am Königsplatz angekommen, wird das Grün dann in 1,20 mal 16 Meter langen Bahnen ausgerollt, zurechtgerückt und gewässert. Schon nach einem Tag soll er wieder betretbar sein.

Die Kosten übernimmt der VDA

„Es handelt sich um einen Allroundrasen - pflegeleicht und strapazierfähig“, erklärt Günther Schwab, Chef der Rollrasen-Firma. Normalerweise brauche sein Team für ein Fußballstadion mit circa 8000 Quadratmetern ein bis zwei Tage. Am Königsplatz dürfte es aber länger dauern, bis alles wieder ordentlich aussieht. Denn die Firma, die die Flächen herrichtet, bevor der Rasen draufkommt, ist im Verzug.

„Ziel ist es, bis Ende kommender Woche fertig zu sein“, so ein Sprecher des Verbands der Automobilindustrie. Als Veranstalter ist der VDA vertraglich dafür verantwortlich, alles wieder instandzusetzen. Und muss es bezahlen. Der Preis? Den will der Verband nicht verraten.

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