Deutlich mehr Radl-Unfälle in München

München - Die Zahl der Fahrradunfälle ist im vergangenen Jahr in München sprunghaft gestiegen. Die Polizei startet nun eine Aktion.

Die Polizei registrierte nach Angaben vom Freitag rund 2500 Verkehrsunfälle, an denen Radler beteiligt waren. Das entspreche einem Anstieg von fast 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 2225 Radfahrer wurden verletzt - die höchste Zahl seit zehn Jahren. Von knapp 670 Schwerverletzten bei Verkehrsunfällen insgesamt waren mehr als 280 Radfahrer.

“Fast jeder zweite Schwerverletzte (43 Prozent) bei Verkehrsunfällen im letzten Jahr in München war als Fahrradfahrer unterwegs“, sagte Polizeivizepräsident Robert Kopp. In mehr als der Hälfte (56 Prozent) der Fälle hätten Fahrradfahrer die Unfälle mitverursacht, Autofahrer waren in knapp zwei Drittel (62,7 Prozent) Mitverursacher.

Die Polizei will nun die Aktion “Gscheid radln - aufeinander achten!“ erweitern und mit Verkehrsaufklärung, Verkehrsüberwachung und Öffentlichkeitsarbeit die Unfallzahlen senken. Im vergangenen Jahr hätten die Radler während des Aktionszeitraums von Mai bis August kurzfristig ihr Verhalten geändert, Regeln besser beachtet und damit letztlich die Verkehrssicherheit erhöht. Bereits zuvor allerdings hatte der Anstieg der Unfallzahlen die 30-Prozent-Marke erreicht.

In diesem Jahr will die Polizei zusammen mit der Landeshauptstadt mehr Verkehrsteilnehmer erreichen. Die Beamten wollen neben Ermahnungen und Anzeigen auch “rote Karten“ einsetzen.

dpa

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