U2 und U7: Zugausfälle, Unterbrechungen und Verzögerungen

U2 und U7: Zugausfälle, Unterbrechungen und Verzögerungen

Ausbauoffensive in München und Umland

Bahn baut um: 13 weitere S-Bahnhöfe werden barrierefrei

+
Ein Schäufelchen zum Auftakt: Thomas Kauer, Vorsitzender im Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach (v. li.), der Landtagsabgeordnete Markus Blume (CSU), Heiko Hamann von der Bahn, Michael Trost vom MVV und Stefan Schell vom Innenministerium gestern beim Spatenstich für den barrierefreien Ausbau in Perlach. 

Der barrierefreie Ausbau der S-Bahn-Stationen geht weiter. Diese Woche war Spatenstich in Neuperlach. Insgesamt werden in den nächsten Jahren 13 Stationen im S-Bahn-Netz fit für Menschen mit Mobilitätseinschränkung gemacht. Die meisten liegen im Umland.

München - In Perlach gab es gestern den symbolischen Spatenstich für die Arbeiten zum barrierefreien Ausbau der Station. Sie soll zu „einer der Perlen“ im Münchner S-Bahn-Bereich werden, erklärten Vertreter von Bahn und Innenministerium. Bei dem Haltepunkt wird der Mittelbahnsteig auf 42 Metern überdacht und um 20 Zentimeter angehoben, um einen stufenfreien Einstieg in die S-Bahnen zu ermöglichen.

Die vorhandene Fußgängerunterführung wird komplett saniert und erhält zur Barrierefreiheit zwei neue Aufzüge. Zudem wird der Fußgängertunnel bis zur gegenüberliegenden Seite verlängert. Dort dienen eine Rampe und Treppenanlage zur Erschließung des angrenzenden Wohngebiets. Außerdem wird eine weitere Bahnsteigunterführung inklusive Weganbindung am Ostende des Bahnsteigs neu gebaut und am gesamten Bahnhof werden Beleuchtung, Beschallung und Bahnsteigausstattung erneuert. Gesamtkosten: 8,3 Millionen Euro, wovon 1,6 Millionen für den Durchstich von der Stadt finanziert werden.

In der ersten Bauphase vom 28. April bis 8. September werden Gleis 1 und der alte Fußgängertunnel gesperrt, es gibt einen neuen Zugang an der P+R-Anlage. Dann folgt für die Bauarbeiten auf der südlichen Bahnsteighälfte die Sperrung von Gleis 2. Am 13. Dezember solle alles fertig sein, sagte Heiko Hamann, Leiter des Münchner Bahnhofsmanagements.

Der Holzkirchner Flügelbahnhof: Hier sind die Bahnsteige zu niedrig, was Menschen mit einer Mobilitätseinschränkung das Einsteigen erschwert. Hier wird ab Mai umgebaut. 

Vor allem im Umland wird umgerüstet

Der Bahnhof an der S-Bahn-Linie 7 gehört neben den Haltestellen Stockdorf (S6) und Höllriegelskreuth (S7/S20) zu den drei Stationen, die dieses Jahr barrierefrei ausgebaut werden. Finanziert werden sie über das Bayern-Paket eins. Je 60 Millionen Euro kommen dafür vom Freistaat und vom Bund, obwohl es eigentlich komplett Sache des Bundes wäre, wie Stefan Schell vom Innenministerium betont. Man habe jedoch investiert, um den barrierefreien Ausbau im Großraum München voranzutreiben.

Insgesamt werden 13 Stationen mit dem Geld fit gemacht. Im kommenden Jahr sind im Stadtgebiet die Haltepunkte St.-Martin-Straße und Riem sowie außerhalb Heimstetten, Feldkirchen, Poing, Gilching, Lohhof und Unterschleißheim dran. Im Jahr 2019 folgen noch Markt Schwaben und Buchenau.

135 von 150 Stationen barrierefrei

Dann gelten 135 der insgesamt 150 Stationen im S-Bahn-Netz München offiziell als barrierefrei. „Wir können nicht alles gleichzeitig bauen, weil wir ja unter laufendem Betrieb arbeiten“, betont Michael Trost vom Münchner Verkehrsverbund (MVV). Das S-Bahn-Netz vertrage nur ein gerüttelt Maß an Baustellen, damit der Taktfahrplan nicht in die Knie gehe.

„Es tut sich noch mehr in München als nur die zweite Stammstrecke“, erklärte DB-Manager Hamann. Im Mai startet auch noch der große Umbau für den Holzkirchner Flügelbahnhof. Die Gleise 5 bis 10 des Regionalzughalts am Münchner Hauptbahnhof hätten mittlerweile „leicht musealen Charakter“, so Hamann. Auch hier geht’s um Barrierefreiheit. Die drei Bahnsteige werden dafür von derzeit 38 auf 76 Zentimeter Einstiegshöhe angehoben. Zudem gibt es neue Dächer, Blindenleitsysteme und weitere neue Ausstattung.

Gleichzeitig werden auch Gleise und Weichen erneuert. Während der Bauarbeiten müssen Zugreisende mit Verlegungen ihrer Verbindungen – unter anderem auch in die Haupthalle – rechnen. In den nächsten Jahren soll auch der Starnberger Bahnhof mit den Gleisen 27 bis 30 in Angriff genommen werden. Einen Termin gibt es hierfür jedoch noch nicht.

Carmen Ick-Dietl

Auch interessant

Meistgelesen

München und die Zirkuswelt trauern um Christel Sembach-Krone
München und die Zirkuswelt trauern um Christel Sembach-Krone
Madl (9) findet Geldbeutel - Carolin Reiber verlor ihn 2013 
Madl (9) findet Geldbeutel - Carolin Reiber verlor ihn 2013 

Kommentare