Chaos am Wochenende?

Streik: Münchner S-Bahn massiv betroffen

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Diesmal trifft es das Wochenende: Am Samstag streiken Lokführer und Zugbegleiter erneut - von 6 bis 9 Uhr ruft die Gewerkschaft zum Warnstreik.

München - Diesmal trifft es das Wochenende: Am Samstag streiken Lokführer und Zugbegleiter erneut - von 6 bis 9 Uhr ruft die Gewerkschaft zum Warnstreik.

Update vom 6. November: Der nächste Bahn-Streik ist in vollem Gange! Seit 2 Uhr am Donnerstagmorgen stehen die meisten Züge im Regional- und Fernverkehr sowie bei der S-Bahn still. Der Ausstand soll knapp 100 Stunden dauern. Wir versorgen Sie in unserem Live-Ticker zum Bahn-Streik den ganzen Tag über mit News, Infos und Bildern.

Update vom 17. Oktober 2014: Streik bei der Bahn! Und das schon zum zweiten Mal in nur einer Woche! Am Wochenende soll erneut bundesweit und für 50 Stunden am Stück der Regional- und Fernverkehr sowie die S-Bahn lahmgelegt werden. Auch München ist massiv betroffen. Alle News und Infos rund um den Bahn-Streik lesen Sie in unserem Ticker.

Update vom 15. Oktober 2014: Schon wieder Streik bei der Bahn! Ab Mittwoch, 14 Uhr, stehen bundesweit die Züge im Regional- und Fernverkehr sowie die S-Bahnen still. Auch München ist vom Ausstand bei der Bahn erneut betroffen. Alle aktuellen News und Entwicklungen lesen Sie in unserem Streik-Ticker.

Update vom 7. Oktober 2014: Die S-Bahn in München sowie der Regional- und Fernverkehr sind ab Dienstagabend, 21 Uhr, von einem bundesweiten und flächendeckenden Bahn-Streik betroffen. Die GDL hatte am Dienstagmorgen zu der umfassenden Arbeitsniederlegung aufgerufen. Über alle aktuellen News und Infos rund um den Streik können Sie sich den ganzen Tag über in unserem Ticker informieren.

Im Tarifstreit bei der Deutschen Bahn wollen die Lokführer am Samstagmorgen drei Stunden lang streiken. Der Chef der Lokführergewerkschaft GDL, Claus Weselsky, sagte am Freitag im Sender hr-Info, die GDL rufe die Lokführer und alle Zugbegleiter im Personen- und Güterverkehr zum bundesweiten Warnstreik auf. Auf Arbeitgeberseite gebe es "keinerlei Bewegung", kritisierte Weselsky.  Die Bahn hingegen kritisierte die Aktion als „völlig irrational“.

Die S-Bahn in der Stadt und im Großraum München ist davon massiv betroffen, wie Uwe Böhm, Chef der Gewerkschaft der Lokführer, gegenüber dem Münchner Merkur sagte.

Bahn gibt Tipps

Die Bahn rät Fahrgästen, geplante Fahrten vor 6 Uhr zu beenden. Außerdem soll auf U-Bahn, Bus und Tram ausgewichen werden - diese Verkehrsmittel sind vom Streik nicht betroffen.

Im Tarifstreit bei der Deutschen Bahn geht es nicht nur um höhere Löhne, sondern vor allem um einen Machtkampf zwischen der GDL und der konkurrierenden Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG). Sie streiten darum, wer für welche Mitarbeitergruppe die Verhandlungen führen darf.

Streik am Montag traf Zehntausende

GDL-Chef Claus Weselsky warf der Deutschen Bahn im Hessischen Rundfunk vor, sich in dem Tarifkonflikt nicht zu bewegen und die rivalisierende Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) zu schützen. In der kommenden Woche werde die GDL über weitere Schritte beraten, hieß es. „Als nächstes folgt die Urabstimmung über einen regulären Arbeitskampf“, sagte Weselsky.

Am Montagabend hatte ein Lokführerwarnstreik Zehntausende Reisende und Pendler getroffen. Der Samstag ist dagegen gewöhnlich der verkehrsärmste Tag bei der Bahn. Möglicherweise gibt es an diesem Samstagmorgen aber noch Einschränkungen bei der Lufthansa infolge des Streiks, den die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit für Freitagabend angekündigt hatte. Ausweichen auf die Bahn ist dann nicht mehr möglich.

"Niemand versteht den Sinn dieser Streiks"

Die Lokführergewerkschaft kämpft darum, künftig auch für das übrige Zugpersonal verhandeln zu dürfen - was bisher die größere EVG übernahm. Die Bahn will dagegen als Bedingung für Verhandlungen über mehr Geld, dass beide Gewerkschaften zusammenarbeiten.

„Niemand versteht den Sinn dieser Streiks, abgesehen von der Tatsache, dass eine Gewerkschaft das Spielfeld der anderen erobern will“, kritisierte Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber. Er rief die Gewerkschaft auf, die Aktion abzublasen und wieder zu verhandeln. Die GDL betont in ihrem Aufruf dagegen, mit dem Streik die Bahn an den Verhandlungstisch zurück bringen zu wollen.

Die Bahn kündigte an, in den Zügen und auf Bahnhöfen mehrere hundert Mitarbeiter zur Verstärkung einzusetzen, vor allem beim Service-Personal, den Betriebszentralen und Transportleitungen und bei der Reisendeninformation.

„Wir sind jederzeit bereit, über alles für unsere Lokführer zu verhandeln“, versicherte Weber. „Über Löhne, über Arbeitsbedingungen und über neue Spielregeln für Tarifverhandlungen.“ Die GDL verlangt für sie alle fünf Prozent mehr Geld und eine um zwei Stunden verkürzte Wochenarbeitszeit. Die bundeseigene Deutsche Bahn ein Lohnplus von 1,9 Prozent bei zwölf Monaten Laufzeit angeboten.

AFP/dpa

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