München Hauptbahnhof schwer betroffen

Deutsche Bahn streikt ab heute: Zugausfälle und Verspätungen im Überblick

Der Streik der Lokführer beginnt ab heute Abend. Die Deutsche Bahn wird nur mit 25 Prozent der Fernzüge verkehren. Reisende in München brauchen Geduld

München - Die Deutsche Bahn* muss wegen der Arbeitsniederlegung der Lokführer für fast drei Tage ihren kompletten Betrieb anpassen. Der Streik beginnt schon am heutigen Abend, 10. August, im Frachtverkehr, wie GDL-Chef Claus Weselsky* ankündigte. Ab dem morgigen Mittwoch, 11. August, wird dann auch der Personenverkehr betroffen sein. Enden wird die Arbeitsniederlegung am Freitag, 13. August, nachts um 2 Uhr.

Zuvor hatten sich die Mitglieder der Lokführer-Gewerkschaft GDL zur Abstimmung getroffen. Gestern, 9. August, stimmten 95 Prozent der teilnehmenden Mitglieder einem Arbeitskampf zu, wie der BR24 heute berichtet. Dennoch wird nicht alles still stehen. „Wir wollen so viel wie möglich fahren“, kündigte Vorstandsmitglied Martin Seiler. Die Bahn wolle sich gegenüber Kunden kulant zeigen.

DB-Streik in München: Nur jeder vierte Fernzug soll fahren. Internationale Verbindung bleiben teilweise bestehen

Was der Streik für Ferienreisende und Pendler in München bedeutet? Verspätungen und Zugausfälle. Und das Mitten in der Sommersaison, in der Viele mit der Bahn in den Urlaub fahren*. Ab Mittwoch, 2 Uhr, fährt nur noch jeder vierte Fernzug bundesweit. Die Bahn hat angekündigt, dass „wichtige Bahnhöfe und Flughäfen“ in der Zeit zwischen Mittwoch und Donnerstag angefahren werden.

Im Fernverkehr bestehen von München aus internationale Verbindungen nach Bregenz, Zürich, Salzburg, Wien, Innsbruck, Budapest und Verona. Nicht angefahren werden wiederum Ziele nach Polen. Auch die nächtlichen IC- und ICE-Züge verkehren nicht. Im Nahverkehr wird es ebenfalls zu starken Ausfällen der S-Bahnlinien kommen. Wie oft die regionalen Bahnen fahren, wird sehr stark schwanken.

Streik der Lokführer-Gewerkschaft – DB empfiehlt: „Verschieben Sie Ihre Reise“

Auch wenn die Deutsche Bahn bereits Ersatzfahrpläne für den Fern- und Nahverkehr erarbeitet hat, heißt es in der Mitteilung der DB: „Trotzdem können wir in dieser Situation nicht garantieren, dass alle Reisenden an ihr Ziel kommen“. Zudem rechnet der Konzern mit einer extrem hohen Auslastung und rät: „Verschieben Sie Ihre geplante Fernverkehrreise“.

Wer schon eine Karte für eine Fernreise für den Zeitraum des Streiks gebucht hat, darf diese noch bis einschließlich 20. August flexibel einsetzen. Oder bekommt sie kostenfrei erstattet. Zudem sind alle Zugbindungen aufgehoben. Bei Fragen können sich Reisende an die kostenlose Streikhotline, 08000 99 66 33, der Bahn wenden. (tr) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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Rubriklistenbild: © Sven Hoppe/dpa

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