Inklusive "Mandela"

Das Deutsche Theater startet durch

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Das Deutsche Theater in der Schwanthalerstraße feiert mit 26-monatiger Verspätung Wiedereröffnung.

München - Die Zeit des Wartens hat ein Ende: Am 17. Januar wird das Deutsche Theater an seinem Stammsitz in der Schwanthalerstraße endlich wiedereröffnet – nach Jahren der Müh und Plag und explodierenden Kosten.

Münchens Antwort auf die Hamburger Elbphilharmonie und den Berliner Flughafen, aber zum Glück deutlich kostengünstiger … Dem gesamten, an der Explosion schuldlosen Team des Hauses kann man für den langen Atem und die stählernen Nerven nur gratulieren.

Rückblick: Mehrmals wurde der Wiedereröffnungs-Termin verschoben, insgesamt um 26 Monate. Dann musste man aus dem Ausweichzelt in Fröttmaning, da dort nicht verlängert werden konnte, ohne zu wissen, wann es im Haupthaus weitergeht. Die Folge: Weitere Mehrkosten von einer Million Euro. Klar, dass da die Nerven blanklagen – die Kommunikation zwischen den beiden tapferen Theater-Chefs Carmen Beyer und Werner Steer auf der einen und dem städtischen Aufsichtsrat unter der Leitung von Hep Monatzeder auf der anderen Seite war auch nicht gerade glänzend.

Vorausschau: Die Gala am 17.1. findet mit den Münchner Philharmonikern statt. Dann geht’s rund: ein Tag der offenen Tür, 16 Bälle, ab Mitte März dann das künstlerische Kerngeschäft mit den Klassikern West Side Story und Grease, dann die Michael-Jackson-Hommage Thriller und das Queen-Pendant We Will Rock You.

Ab Sommer dann die vielleicht spannendste Hommage: ein Musical über das Leben Nelson Mandelas, das noch nie zuvor in Deutschland zu sehen war. Es handelt sich um eine Produktion der Oper in Kapstadt. „Wir haben das Musical für die Fußball-WM 2010 auf die Beine gestellt“, sagt der geschäftsführende Direktor des Opernhauses, Michael Williams. „Wir wollten etwas ganz Besonderes machen. Und was könnte besonderer sein als ein Blick auf Nelson Mandela?“ Nach dem Tod des südafrikanischen Nationalhelden am 5. Dezember 2013 hat das Stück nun eine traurige Aktualität bekommen.

Herausgekommen ist die Mandela Trilogy, eine dreiteilige Geschichte über den Freiheitskämpfer. Als Orchester hat das Deutsche Theater, das kein eigenes Ensemble und keine eigenen Musiker hat, die Münchner Symphoniker mit ins Boot geholt. Also: Vergessen sind Kostenexplosion, und Dilettantismus. Ab sofort weht der gütige Geist Mandelas durchs Deutsche Theater.

tz

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