Bausubstanz sprengt Finanzplan

Sanierung des Deutschen Museums wird teurer

München - Kostenexplosion bei der Sanierung des Deutschen Museums: Die kalkulierte Summe von 400 Millionen Euro wird nicht reichen. Horst Seehofer sucht nach den Verantwortlichen.

Die Sanierung des Deutschen Museums in München wird nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ deutlich teurer als geplant. Demnach reicht die ursprünglich veranschlagte Summe von 400 Millionen Euro bei weitem nicht aus. Grund sei unter anderem eine Bausubstanz, die deutlich maroder sei als bislang angenommen. Auch Kosten für den Hochwasserschutz des auf einer Isar-Insel stehenden Museums seien gestiegen. Das schreibt die Zeitung am Freitag unter Berufung auf den Entwurf eines Berichtes aus dem bayerischen Wissenschaftsministerium.

Ministerpräsident Horst Seehofer: "Wer ist dafür verantwortlich?"

„Ich möchte erst mal die Gründe wissen, warum das so ist“, sagte Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) am Freitag am Rande des CSU-Parteitags in Nürnberg. „Der Verdacht, dass es so kommen wird, wird mir von Verschiedenen, die mit dem Deutschen Museum zu tun haben, schon seit längerem angekündigt“, sagte er. „Und da möchte ich auch wissen: Wer ist dafür verantwortlich?“

Zweifel an Einhaltung des Zeitplans

Bereits im Vorwort des Jahresberichtes 2013 hatte der damalige Vorsitzende des Verwaltungsrates, TU-Präsident Wolfgang Herrmann, Zweifel daran geäußert, ob der Zeitplan bei der Generalsanierung eingehalten und die Arbeiten bis zum 100. Geburtstag des Museums im Jahr 2025 abgeschlossen werden können.

Das Deutsche Museum ist eines der weltgrößten naturwissenschaftlich-technischen Museen und mit fast eineinhalb Millionen Besuchern im Jahr das meistbesuchte Museum Deutschlands. Der Bau auf der Museumsinsel soll mit Hilfe von Bundesmitteln komplett überholt werden.

lby

Rubriklistenbild: © dpa

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