WM-Achtelfinale 2014

Münchens Algerier setzen auf Sieg und feiern alkoholfrei

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Der Deutsch-Algerische Kulturverein München stimmt sich aufs Achtelfinale ein.

München - Vor dem WM-Achtelfinale Deutschland gegen Algerien hat die tz bei den in München lebenden Algeriern vorbeigeschaut und mit ihnen über das bevorstehende Duell gesprochen.

In der Shisha Bar Alkhaima (Landwehrstraße) wird's am Montag laut: Dort treffen sich Münchens Algerier, um ihre Nationalmannschaft beim WM-Achtelfinale gegen ihre zweite Heimat Deutschland anzufeuern. Eine Feier in Saus und Braus ist allerdings nicht drin: Am Sonntag hat die Fastenzeit begonnen …

„Der Anpfiff um 22 Uhr ist zwar erst nach Sonnenuntergang“, sagt Lyamine Dighache (35), der sich dort mit seinen Freunden vom Deutsch-Algerischen Kulturverein und der Münchner Freizeitmannschaft FC Algeria trifft. Da sei Essen und Trinken erlaubt. „Aber kein Alkohol. Wir trinken Minztee und essen nur Salate und leichte Gerichte.“

Alle freuen sich, mal im Mittelpunkt zu stehen: "Die Münchner kennen nur Tunesien oder Marokko – meist aus dem Urlaub. Aber Algerien kennt kaum einer. Wir haben in der Stadt ja nicht einmal ein algerisches Restaurant", sagt Dighache, der mit der Familie am Harras lebt.

Tatsächlich leben laut Statistikamt nur 227 Algerier in München. Die gehen heute dennoch selbstbewusst in das Match: „Das algerische Team hat nicht nur einen Superstar wie manch andere. Wir haben elf Mann, die alle in Topform sind, mit Herz spielen und gegen die Deutschen nicht aufgeben werden.“ Sein Tipp: 1:0 für Algerien.

Wenn die Deutschen gewinnen sollten, ist der Algerier auch nicht traurig: „München ist meine zweite Heimat. Ich fühle mich sehr wohl und willkommen. Außerdem bin ich großer FC-Bayern-Fan. Für mich ist das heute ein Derby. Und egal, wer gewinnt: Wir freuen uns!“

nba

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