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Deutschlandticket: Polizei registriert ersten Betrugsfall im Raum München

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Von: Thomas Steinhardt

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Ein Deutschlandticket
Ein Deutschlandticket © Bupo

Die Bundespolizei berichtet vom ersten Betrugsverdachtsfall in Zusammenhang mit dem Deutschlandticket im Raum München. Der Betreffende stammt aus Puchheim.

München/Puchheim - Der 56-jährige aus Puchheim zeigte bei einer Fahrscheinkontrolle in der S-Bahn am Sonntag gegen 14 Uhr am Marienplatz in einer S-Bahn nach Puchheim eine Chipkarte des neuen Deutschlandtickets vor. Bei der routinemäßigen Inaugenscheinnahme stellten die Kontrolleure schnell fest, dass der Fahrschein nicht auf den Mann aus Puchheim ausgestellt war, wie die Bundespolizei berichtet.

„Die auf dem Ticket hinterlegten weiblichen Personalien passten nicht zum Reisenden“, heißt es weiter. Der 56-Jährige sei gegenüber dem Bahn-Personal zunehmend aggressiv geworden. Er habe die Herausgabe der Chipkarte verweigert. Auch gegenüber Bundespolizisten habe sich der Puchheimer uneinsichtig gezeigt. Er gab an, dass das Ticket seiner Frau gehöre und er nicht wusste, dass es nicht übertragbar ist.

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Erster Betrugsfall mit Deutschlandticket im Raum München: Anzeige gegen Fahrgast

Zur Abarbeitung musste der Mann mit bulgarischer Staatsangehörigkeit mit zur Wache. Er wird nun von der Bundespolizei wegen Erschleichens von Leistungen und Betrugsverdacht angezeigt. Die Chipkarte des Deutschlandtickets wurde als Beweismittel beschlagnahmt und könne erst nach Freigabe durch die Staatsanwaltschaft wieder herausgegeben werden, so die Bundespolizei.

Die Bundespolizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass das Deutschlandticket personalisiert und nicht übertragbar ist! Bei Überprüfungen des Tickets muss mit Strafanzeigen wegen Erschleichens von Leistungen und Betrugsverdachts gerechnet werden. Bei der Nutzung des Deutschlandtickets ist stets ein Ausweisdokument mitzuführen.

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