Dialog-Displays sollen die Raser ausbremsen

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Links: Langsam! Autofahrer reagieren folgsam auf diesen Appell Rechts: Das blonde Mädel bedankt sich für korrekt gefahrene Geschwindigkeit.

München - Ein warnendes „Langsam!“ wirkt, deshalb schafft die Stadt jetzt zehn mobile Dialog-Displays an. Aufgestellt werden sollen sie in 30er-Zonen, vor Schulen oder Kindergärten.

Münchner Autofahrer kennen digitale Geschwindigkeitsanzeiger aus anderen Gemeinden, also etwa: „Sie fahren 62 km/h“, leuchten dem Temposünder seine Stundenkilometer entgegen, und schuldbewusst tritt er auf die Bremse. Für Großstädte, das ergab die Recherche von KVR-Referent Wilfried Blume-Beyerle, sind diese Geräte, die ausschließlich die gefahrene Geschwindigkeit präsentieren, nicht geeignet.

Viel besser wirken Dialog-Displays: Ein lustiges Mädchen bedankt artig sich bei braven Autofahrern, oder es warnt diejenigen, die zu viel Tempo draufhaben. Die Effektivität der innovativen Apparate wurde bereits getestet – in Pilotversuchen an der Paosostraße in Pasing-Obermenzing und an der Friedenspromenade in Trudering.

Studenten des TU-Lehrstuhls für Verkehrstechnik präsentierten folgende Testergebnisse: Es wurde deutlich langsamer gefahren, die Aufmerksamkeit wird gesteigert, und es stellte sich kein Gewöhnungseffekt ein. In Berlin werden bereits 120 solcher Anzeiger eingesetzt, zur Zufriedenheit der Verkehrsüberwacher. In Chemnitz wird das Gerät an einem Zebrastreifen genutzt: Die Zahl der Fahrer, die anhalten, nahm um 130 Prozent zu!

BW

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