Blutige Streits und brutale Attacken

Die 11 fiesesten Verbrechen in München 2014

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Wir erinnern uns an die schlimmsten Vorfälle im Jahr 2014. Klicken Sie sich durch die Bilder.
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9. Mai: Im Kapuzinerhölzl die Leiche von der seit März 2013 verschwundenen Daniela K. gefunden.
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4. Februar: Bei einer Klassenfahrt in München kommt es zwischen den beiden Berufsschülern Benedikt S. Und Eduard D. zum Streit, der schließlich in einem Mordversuch endet.
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13. April: Ein 47-jähriger Rumäne will in einer Arbeiterunterkunft an der Bayerstraße einen 36-jährigen Landsmann erstechen.
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6. Juli: Ein Tanzabend in der Disko eskaliert gewaltig, als es zum Streit zwischen einem 23-Jährigen und seinem 19-jährgen Freund kommt. Der Jüngere wird schließlich wegen versuchten Mordes angeklagt.
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11. Juli: Vor der Pizzeria „il Parco“ im Westend bricht ein Mann blutend zusammen - seine Freundin hatte in einem Streit auf ihn eingestochen. 
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14. Februar: Ein psychisch schwer kranker Mann greift am Orleansplatz einen Film-Techniker mit einem Dolch an.
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26. Oktober: Der Scheidungstermin ist erst wenige Tage vorbei, als ein 44-jähriger Mann seine 37-jährigen Ex-Frau niedersticht.

München - Mord, Totschlag, schwere Körperverletzungen - Gewaltverbrechen sind in einer Großstadt wie München an der Tagesordnung. Wir erinnern uns an die schlimmsten Vorfälle im Jahr 2014.

1) Leiche im Kapuzinerhölzl gefunden

9. Mai: Im Kapuzinerhölzl die Leiche von der seit März 2013 verschwundenen Daniela K. gefunden.

Bereits im März 2013 ist Daniela K. spurlos verschwunden. Schon seit einiger Zeit gingen die Ermittler davon aus, dass ihr ehemaliger Lebensgefährte Bülent A. sie ermordet hat – doch es fehlt die Leiche. Die Staatsanwaltschaft hatte sich schon auf einen Indizienprozess gegen den Verdächtigen eingestellt. Dann am 9. Mai 2014 die Wende: Im Kapuzinerhölzl wird die Leiche von Daniela K. gefunden - und das zwei Wochen vor Prozessbeginn. Doch nach dem Leichenfund wird erst mal weiter ermittelt. Dabei kommt heraus: Der Mord war geplant. Es bestehen kaum Zweifel daran, dass der 44-Jährige Bülent A. am 12. März 2013 in der Wohnung an der Nimmerfallstraße Daniela K. getötet und ohne Kleidung im Wald verscharrt hat. Da in der Pasinger Wohnung kein Blut gefunden wurde, ist Daniela K. vermutlich erwürgt worden.

2) Mordversuch auf Klassenfahrt 

4. Februar: Bei einer Klassenfahrt in München kommt es zwischen den beiden Berufsschülern Benedikt S. Und Eduard D. zum Streit, der schließlich in einem Mordversuch endet.

Eine Klassenfahrt, die blutig endete: Am 4. Februar kommt es zwischen den beiden Berufsschülern Benedikt S. und Eduard D. zum Streit. Sie sind auf einer Klassenfahrt zu Besuch in München und ziehen abends noch um die Häuser. Sie trinken in Bars und gehen in der „089 Bar“ am Maximiliansplatz tanzen. Dort ist S. plötzlich ausgerastet. Eduard D. schlägt ihm daraufhin eine Bierflasche über den Kopf und sticht ihm den abgebrochenen Flaschenhals mindestens fünf Mal von hinten in Hals und Nacken. Erst das Sicherheitspersonal kann ihn stoppen.

3) Arbeiter will Kollegen umbringen

13. April: Ein 47-jähriger Rumäne will in einer Arbeiterunterkunft an der Bayerstraße einen 36-jährigen Landsmann erstechen.

Tatort Arbeiter-Pension: Ein 47-jähriger Rumäne hat in einer Arbeiterunterkunft an der Bayerstraße versucht, einen 36-jährigen Landsmann zu erstechen. Dort hatten die beiden mit drei weiteren Arbeitern reichlich Alkohol getrunken, als es in der Gemeinschaftsküche zunächst zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen dem 47-jährigen Tatverdächtigen und den vier weiteren Männern kommt. Die Gruppe hatte offenbar Scherze auf Kosten des 47-Jährigen gemacht, der daraufhin wütend wird. Der Mann holt aus seinem Zimmer ein Fahrtenmesser mit etwa 15 Zentimeter langer Klinge. In der Küche geht er damit auf einen 36-jährigen Rumänen zu und will auf dessen Hals einstechen. Ein 32-jähriger Kollege verhindert dies, indem er den Stich mit der Hand abblockt. Schließlich können die beiden Opfer den 47-Jährigen überwältigen.

4) Brutale Tritte vor der Disko  

6. Juli: Ein Tanzabend in der Disko eskaliert gewaltig, als es zum Streit zwischen einem 23-Jährigen und seinem 19-jährgen Freund kommt. Der Jüngere wird schließlich wegen versuchten Mordes angeklagt.

Ein Tanzabend in der Disko eskaliert im Juli gewaltig: Ein 23-Jähriger und ein 19-Jähriger feiern zusammen in einer Diskothek an der Rosenheimer Straße, als es zum Streit zwischen den beiden Männern kommt. Der 23-Jährige tanzt nämlich mit der Schwester des 19-Jährigen, was diesem wiederum überhaupt nicht gefällt. Er lockt seinen Freund nach draußen. Dort stellt er ihn aber nicht zur Rede, sondern schlägt und tritt unvermittelt von hinten auf sein Opfer ein – auch als der Azubi bereits am Boden liegt. Der 19-Jährige lässt erst ab, als sich sein Opfer nicht mehr bewegt. Anschließend geht er wieder zum Feiern in die Diskothek, ohne sich um den Bewusstlosen zu kümmern. Der Sicherheitsdienst der Disko findet den Mann schließlich blutüberströmt und bewusstlos im Innenhof. Er kommt sofort zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus, wo er notoperiert wird. Der 23-Jährige erlitt bei der brutalen Attacke ein multiples Schädel-Hirn-Trauma, Hirnblutungen, Platzwunden und Hämatome im gesamten Kopf- und Gesichtsbereich. Die Münchner Staatsanwaltschaft hat Haftbefehl wegen versuchten Mordes beantragt.

5) Schock vor italienischem Restaurant: Frau sticht Partner nieder 

11. Juli: Vor der Pizzeria „il Parco“ im Westend bricht ein Mann blutend zusammen - seine Freundin hatte in einem Streit auf ihn eingestochen. 

Blutige Szenen spielen sich im Juli vor der Pizzeria „il Parco“ im Westend ab: Gegen neun Uhr am Abend stürzt ein Mann blutüberströmt aus einem Wohnhaus heraus. Vor der Pizzeria bricht er dann zusammen – vor den Augen der Restaurantbesucher, die draußen ihr Glas Wein trinken. Die 35-jährige Freundin des Opfers hatte den Mann mit einem Küchenmesser angegriffen und mehrfach auf ihn eingestochen. Die beiden waren in der Wohnung von Angehörigen der Frau in Streit geraten – worum es genau ging, ist unklar. Der Mann ergreift die Flucht und rettet sich auf die Straße.

6) Dolch-Attacke am Ostbahnhof 

14. Februar: Ein psychisch schwer kranker Mann greift am Orleansplatz einen Film-Techniker mit einem Dolch an.

Diesen Valentinstag wird ein 48-jährige Film-Techniker nie vergessen: Am 14. Februar greift ihn ein psychisch schwer kranker Mann am Orleansplatz an und sticht mit einem Krummdolch nach ihm. Wie durch ein Wunder wird er nur leicht verletzt. „Er stach mehrfach gezielt zu, der Angriff kam wie aus dem Nichts. Am Bauch hatte ich nur einen Kratzer. Das meiste fing meine Winterjacke ab – sie wurde von der Klinge zerfetzt.“ 20 Meter rennt er dem Täter nach, danach verliert er ihn. Der Dolchstecher ist seit der Tat bis zum Prozessbeginn in der Psychiatrie. Er litt Anfang des Jahres unter einer schweren Psychose. Beim Prozessauftakt wegen Körperverletzung entschuldigt er sich bei seinem Opfer.

7) Mordversuch nach Scheidung 

26. Oktober: Der Scheidungstermin ist erst wenige Tage vorbei, als ein 44-jähriger Mann seine 37-jährigen Ex-Frau niedersticht.

Hat das Scheitern der Ehe einen Mann zu einer blutigen Tat getrieben? Der Scheidungstermin von einem 44-jährigen Mann und seiner 37-jährigen Frau liegt im Oktober erst wenige Tage zurück. Der Mann ist vor Gericht nicht erschienen, doch die Ehe wird trotzdem für beendet erklärt. Am 26. Oktober schließlich klingelt der Mann mittags an der Tür der Wohnung seiner Ex-Frau in der Messestadt Riem. Nachdem ihm geöffnet worden wird, geht er in die Wohnung und sticht die Mutter der gemeinsamen vier Kinder mit einem Messer nieder. Familienangehörige – darunter die Kinder – und Freunde, die zufälligerweise zu Besuch sind, versuchen verzweifelt, den 44-Jährigen zurückzuhalten. Doch er fügt seiner Ex-Frau lebensbedrohliche Verletzungen am Bauch und im Brustbereich zu. Die Zeugen der Bluttat verständigen sofort den Notarzt. Im Krankenhaus wird die 37-Jährige notoperiert.

8) 26-Jähriger erlebt Horrorfahrt auf der Motorhaube 

23. November: Ein 26-Jähriger erlebt eine Horrorfahrt auf der Motorhaube seines gestohlenen Autos - der Fahrer ist der Dieb.

Hätte Essenslieferant Serhat A. nicht Todesangst verspürt, wäre diese Szene filmreif gewesen: Am helllichten Tag wird dem 26-Jährigen an der Kapuzinerstraße das Auto geklaut. Doch plötzlich sieht er den eigenen Wagen auf der Gegenfahrbahn vorbeifahren. Der 26-Jährige läuft hinterher, an der roten Ampel zur Lindwurmstraße kann er sich am Seitenspiegel festhalten. Ein paar Meter läuft er mit, als der Wagen dann erneut kurz zum Stehen kommt, stellt sich A. davor, doch der Dieb gibt Gas. Der 26-Jährige hält sich an der Motorhabe fest. In Zick-Zack-Linien versucht der Fahrer, ihn abzuschütteln. Über die Herzog- Heinrich-Straße geht es auf die Paul-Heyse-Straße. An der Kreuzung zur Bayerstraße kommt es zum Zusammenprall mit einem anderen Auto als der Dieb bei Rot auf die Straßenmitte rast. A. wird von der Motorhaube geschleudert. Wie durch ein Wunder erleidet der 26-Jährige nur Schürfwunden und Prellungen. Der Autodieb wird von den Beamten festgenommen.

9) 91-Jährige in ihrer Wohnung ermordet 

21. Juli: Eine 91-Jährige wird in ihrer Wohnung von einem Serienstraftäter ermordet.

Dieses Tötungsdelikt sorgt im Juli für Aufregung: Eine 91-jährige Frau wird am 22. Juli von einem Pflegedienstmitarbeiter tot in ihrer Wohnung gefunden. Schnell ist klar: Sie ist keines natürlichen Todes gestorben. Bereits vier Tage hat die Mordkommission den mutmaßlichen Täter gefasst. Ein Beamter der Spurensicherung ist aufmerksam geworden, weil der Fall ihn an einen ähnlichen Vorfall erinnert. Der Abgleich von Fingerabdruck-Spuren führt schließlich schnell zu dem polizeibekannten 50-jährigen Serienstraftäter. Warum es in diesem Fall letztlich zum Tod der Seniorin kommt, ist unklar. Der 50-Jährige ist zuvor wegen Diebstahls und Betrugs, aber auch Raubs und Körperverletzung aktenkundig geworden.

10) Obdachloser mit stumpfem Gegenstand getötet 

26. August: Ein Obdachloser wird am Flaucher mit einem stumpfen Gegenstand von bislang unbekannten Tätern getötet.

Brutaler Mord an einem Obdachlosen: Am 26. August wird die Leiche eines 50-jährigen Polen auf einer Flaucherinsel in Untergiesing gefunden. Laut Obduktionsbericht starb er „infolge stumpfer Gewalteinwirkung“. Die Münchner Mordkommission untersucht den Fall. Nachdem die Polizei vor allem in der Obdachlosenszene intensiv ermittelt hat, kann sie eine Gruppe von drei Personen identifizieren, die mehrmals am Tatort gesehen worden sind. Nach der Vernehmung von einem der drei Verdächtigen wird der 52-jährige polnischen Obdachlose wegen des Verdachts der Mittäterschaft vorläufig festgenommen. Seitdem fahndet die Polizei nach den beiden anderen Tatverdächtigen: Es handelt sich dabei um den 40-jährigen Letten Ireneusz Deren und den 43-jährigen Polen Vitalijs Tihomirovs.

11) Hebamme nach vier Mordversuchen verhaftet 

18. Juli: Eine Hebamme wird am Klinikum Großhadern wegen vier Mordversuchen verhaftet.

Ein brutaler Fall am Klinikum Großhadern sorgt im Juli für Entsetzen: Eine Hebamme wird wegen des Verdachts auf vierfachen versuchten Mord am Arbeitsplatz verhaftet. Sie soll werdenden Müttern bei Kaiserschnitt-Geburten ein blutverdünnendes Mittel verabreicht haben. Die Frauen wären fast verblutet. Das Motiv der 33-Jährigen ist unklar. Die Frauen konnten nur durch Notoperationen gerettet werden. Eine Gefahr für die Neugeborenen hat aber nicht bestanden. Seit dem Frühjahr sind vier Fälle aufgetreten, die die Ärzte stutzig gemacht hatten.

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