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Endlich: Die Baustelle an der Paul-Heyse-Unterführung verschwindet - darauf können sich Autofahrer freuen

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Von: Nadja Hoffmann

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Dauerbaustelle: Die Vorarbeiten haben 2020 begonnen.
Dauerbaustelle: Die Vorarbeiten haben 2020 begonnen. © Marcus Schlaf

Dunkel, laut, dreckig: Die Paul-Heyse-Unterführung galt lange Zeit als Ekeltunnel am Hauptbahnhof. Die Zeiten sind nun vorbei. In den vergangenen Jahren wurde die Passage modernisiert. Sie wird ab Montag, 4. April, wieder komplett für den Verkehr freigegeben.

Die Vorarbeiten haben bereits 2020 begonnen, im vergangenen Jahr wurde die Paul-Heyse-Unterführung dann einmal auf links gedreht: Helle Wände statt dunkle Ecken, modernes Licht, ein markierter Fahrradweg und eine rundum moderne Struktur sind entstanden. „Das Baureferat hat die Aufwertung der Paul-Heyse-Unterführung abgeschlossen“, heißt es nun aus dem Rathaus. Das hat vor allem für Autofahrer, die mit jeder Menge Stau leben mussten, gute Nachrichten: Ab Montag hat der Verkehr in der Passage wieder freie Bahn. Bis dahin ist die Baustelle ganz verschwunden.

Helle Wände, viel Licht: Die umgebaute Paul-Heyse-Unterführung.
Helle Wände, viel Licht: Die umgebaute Paul-Heyse-Unterführung. © Marcus Schlaf

„Ich freue mich sehr, dass die Paul-Heyse-Unterführung sowohl optisch als auch akustisch optimiert wurde“, sagt Oberbürgermeister Dieter Reiter.. Vor allem für Fußgänger und Radfahrer „ist es deutlich angenehmer und sicherer, diese wichtige Verbindung zwischen Hauptbahnhof und Hackerbrücke zu nutzen“. Laut Reiter war der Zustand des Tunnel vor der Aufwertung „absolut unbefriedigend“.

Moderne LED-Beleuchtung sorgt für optimales Licht

Baureferentin Rosemarie Hingerl ergänzt: „Um die Unterführung attraktiver und sicherer zu gestalten, haben wir mit Lärm absorbierenden, hellen Metallpaneelen und integrierter LED-Beleuchtung einen wesentlich verbesserten Bereich für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen geschaffen. Eine spezielle LED-Beleuchtung mit metallisch blauem Licht inszeniert die historische Stahlkonstruktion und verleiht so der Unterführung einen neuen Charakter.“ Die Flächen würden nun optimal beleuchtet.

Kleine Restarbeiten folgen noch im April

Eine Veränderung, die ihre Zeit gekostet hat: Die Vorbereitung der Baustelle hat im Jahr 2020 begonnen. Der eigentlichen Arbeiten standen ab Anfang 2021 an. Um die verkehrlichen Beeinträchtigungen der Hauptverkehrsstraße möglichst gering zu halten, sei in mehreren Bauphasen gearbeitet worden. Ganz am Anfang des Projekts Paul-Heyse-Unterführung ging es um Energie: „Zunächst verlegten die Stadtwerke eine Gas‑, Fernkälte- und 110-kV-Stromleitung in der Weströhre“, ruft die Stadt in Erinnerung. Deren Baureferat sanierte im Anschluss die Fahrbahnen, erneuerte die Beleuchtung und montierte die Wandverkleidung. „Mit den Straßenmarkierungsarbeiten konnte die Baumaßnahme nun abgeschlossen werden.“ Kleine Restarbeiten der Stadtwerke werden im April noch folgen.

Dass das Projekt rechtzeitig abgeschlossen werden konnte, ist wichtig für das Viertel am Hauptbahnhof. Denn: Gegenüber der Unterführung befindet sich mit dem Elementum eine der Großbaustelle. Das ehemalige Postbankgebäude wird in den nächsten Jahren zu einem modernen Büro- und Geschäftshaus umgebaut. Dazu braucht es bald auch Platz entlang der Bayerstraße.

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