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Die Bayern kaufen trotz der Finanzkrise

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Auch in Bayern hat sich die Finanzkrise nicht auf die Kauflaune der Verbraucher ausgewirkt.
Auch in Bayern hat sich die Finanzkrise nicht auf die Kauflaune der Verbraucher ausgewirkt. © Kruse

Die Einzelhändler in Deutschland spüren bisher keine Zurückhaltung der Verbraucher beim Einkauf.

Finanzkrise - Sind unsere Jobs in Gefahr?

Im Gegenteil: Die Erlöse im Handel sind nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im letzten Monat um 3,6 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen. „Das Weihnachtsgeschäft könnte im Vergleich zum Vorjahr sogar leicht besser ausfallen“, glaubt Hubertus Pellengahr, Geschäftsführer des Deutschen Einzelhandelsverbandes. Ebenso optimistisch gibt sich Bernd Ohlmann, Geschäftsführer des Bayerischen Einzelhandelsverbandes.

Finanzkrise - Angst vor Jobverlust

Ohlmann zur tz: „Der Umsatz im bayerischen Einzelhandel nahm in den ersten sieben Monaten dieses Jahres nominal um 4,8 Prozent und nach Abzug der Inflationsrate um 2,4 Prozent zu.“ Ohlmann verweist allerdings darauf, dass die Zahlen im vergangenen Jahr besonders schlecht, ja sogar gegen den Trend unter dem Bundesdurchschnitt waren. Für 2008 hofft Ohlmann auf den Aufschwung: „Auch aktuell ist angesichts der Wirtschaftskrise kein Käuferstreik zu beobachten.“

Ohlmann sieht wie Pellengahr das nahende Weihnachtsgeschäft mit froher Zuversicht. Der Geschäftsführer: „Das ist für uns die wichtigste Zeit. Der bayerische Einzelhandel macht 25 Prozent seines Umsatzes in der Vorweihnachtszeit, in der Spielwarenbranche sind es sogar ein Drittel des Jahresumsatzes.“ Die aktuelle Finanzkrise sieht er allerdings als drohendes Gewitter am Horizont, falls die Krise auf den Arbeitsmarkt durchschlagen sollte.

Auch bundesweit sieht der Handel keine Käuferzurückhaltung. Hubertus Pellengahr vom Deutschen Einzelhandelsverband: „Seit dem Spätsommer verzeichnet die Branche eine kleine Belebung.“

Der Branchenverband hält deshalb weiter an seiner Prognose für 2008 fest. Danach könnten die Umsätze nominal um 1,5 Prozent steigen.

Bisland wurde in den ersten drei Quartalen bei Kleidung, Einrichtungsgegenständen und Unterhaltungselektronik ein Umsatzplus von 2,9 Prozent (inflationsbereinigt 1,4 Prozent) gemacht. Nur im Lebensmitteleinzelhandel werde ein Minus von 3,7 Prozent erreicht. Bayerns Sprecher Ohlmann: „Hier ist der Trend zu beobachten, dass die Verbraucher verstärkt bei Discountern einkaufen.“

Quelle: tz

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