Die erste S-Bahn mit Überwachungs-Kamera

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Die schwenkbaren Kamera-Augen können das ganze Abteil der S-Bahn überwachen.

Die Münchner S-Bahn wird noch sicherer. Jetzt fahren die ersten Züge mit Kamera-Überwachung auf dem S-Bahn-Netz!

Gestern war der erste Zug mit der neuen Einrichtung auf der S 4 unterweg.

Bereits vor zwei Jahren hatte die Münchner S-Bahn das Projekt angekündigt: Nach dem Vorbild Hamburgs sollen Kameras in den Zügen für mehr Sicherheit sorgen. Vor allem will die S-Bahn damit aber auch des in den vergangenen Jahren stark angestiegenen Vandalismus Herr werden: Jährlich werden alleine rund 12.000 Glasscheiben zerkratzt. Insgesamt werden rund 13.000 Anzeigen wegen zerstörter Sitze, Türen oder Schmiererein erstattet.

Die S-Bahn entschloss sich deshalb 2006 mit Unterstützung des Freistaates für rund fünf Millionen Euro 105 der 239 S-Bahn-Triebwagen mit Kameras auszustatten. Da jedoch noch zahlreiche technische Details für den Einbau geklärt werden mussten, verzögerte sich die Ausstattung der Züge bis 2008.

Vor wenigen Wochen wurde damit begonnen, in den ersten Zügen jeweils an den einzelnen Sitzgruppen die schwarzen Kamera-Augen zu montieren und die Kameras zu verkabeln. Jetzt gingen die ersten Züge damit auf die Strecke.

Angst vor der Überwachung brauchen normale Fahrgäste übrigens nicht zu haben: Die erfassten Bilder werden im Zug zentral elektronisch gespeichert und nach 72 Stunden wieder gelöscht. Der Lokführer selbst hat keinen Zugriff darauf.

Ausgewertet werden die Bilder nur bei Sachbeschädigungen, Gewaltdelikten und anderen Straftaten – und zwar ausschließlich durch die für den Bahnverkehr zuständige Bundespolizei.

Quelle: tz

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