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Die meisten Gäste sind „nicht-vegan“: Veganes Lokal in München will Fast-Food-Ketten Kampf ansagen

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Von: Christian Einfeldt

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Ein veganes Restaurant nimmt selbstbewusst den Konkurrenzkampf mit etablierten Fast-Food-Ketten auf. Vergangene Woche wurde das „Swing Kitchen“ in München eröffnet.

München – Inhaber Charly und Irene Schillinger haben inmitten Münchens Innenstadt den geeigneten Platz für ihr Lokal gefunden. Dort, wo die Uni nicht weit ist, die Zielgruppe jung und mit Themen wie Nachhaltigkeit und Verantwortung vertraut ist: Am 15. Februar 2023 eröffnete in der Maxvorstadt „Swing Kitchen“, ein Restaurant traditioneller amerikanischer Esskultur mit modernem Antlitz. Wie sein bekannter Konkurrent nur wenige Meter von der Gabelsbergerstraße entfernt, wartet auch die dort ansässige „Swing Kitchen“ mit viel Beef, Pommes und eben allem, was das Fast-Food-Herz begehrt, auf. Nur eben vegan – und könnte damit McDonalds, Burger King und Co. ordentlich Konkurrenz machen.

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Neues Restaurant in München eröffnet: „Swing Kitchen“ bietet „ausschließlich vegane Produkte“ an

Wie in Wien, Graz, Innsbruck, Bern und Berlin: Seit vergangener Woche gibt es auch in München einen „Swing Kitchen“-Ableger. Ein Restaurant, das es sich zur Aufgabe macht, jetzt auch Bayerns Landeshauptstadt mit veganen Burger und mehr zu versorgen. Das Franchise wächst und wächst. Seit Gründung des österreichischen Lokals im Jahr 2015 haben die Inhaber Charly und Irene Schillinger bereits elf Eröffnungen gefeiert – zuletzt folgte in Maxvorstadt also die zwölfte.

Laut Pressemitteilung will die Restaurant-Kette „Genuss ohne Kompromisse“, „Bissen für Bissen eine bessere Welt“. Ihr Slogan, den sie sich auch in der Gabelsbergerstraße 63 zum Motto machen: „Swing to vegan“. Im Hause „Swing Kitchen“ hat „Nachhaltigkeit und Verantwortung für unseren Planeten als auch die nachkommende Generation“ eine „große Bedeutung“. Dahingehend wolle man das „möglichst Beste für Tier, Mensch und Umwelt“ anbieten – „ausschließlich vegane Produkte“.

„Am Ende siegt Geschmack“: Vegane Burger von „Swing Kitchen“ kommen „speziell in München sehr gut an“

Bei 170 m2 will man den eigenen Zielvorgaben auch in der Gabelsbergerstraße gerecht werden. Direkt gegenüber: die Fast-Food-Kette, mit der man Cheeseburger und Pommes wohl als erstes assoziiert. „Swing Kitchen“ nimmt jedoch selbstbewusst den Konkurrenzkampf auf, hat sich bewusst für die Lage entscheiden. Warum? „Wir heben uns durch unsere absolut hochwertigen Produkte, das einmalige Ambiente und den genialen Geschmack ab“, sagte eine Sprecherin von „Swing Kitchen“ gegenüber Merkur.de.

Swing Kitchen.
Vegane Burger in München: Laut „Swing Kitchen“ kommt das neue Restaurant in Maxvorstadt „sehr gut“ an. © Swing Kitchen

Weiter heißt es: „Was Swing Kitchen einzigartig macht, ist, dass nicht nur Veganer oder Vegetarier unsere Gerichte lieben, sondern dass tatsächlich über 70 % unserer Gäste sich nicht vegetarisch ernähren“. Über die bayrischen Landesgrenzen verbindet man München und den Freistaat mit Weißbier, Oktoberfest und auch seiner Vorliebe zum Fleischkonsum. Alles nur Klischees? „Swing Kitchen“ jedenfalls sei ein Beispiel dafür, dass auch die vegane Ernährung schmeckt und „speziell in München sehr gut ankommt“.

Und „am Ende siegt Geschmack – egal ob vegan oder mit tierischen Produkten.“ Auch das Internet lobt die Qualität der Burger. Was laut kritischer Bewertungen auf tripadvisor.de jedoch negativ zu Buche schlägt: „lange Wartezeiten“ und ein hoher Preis, bei dem man „schon mehr“ erwarten könne. Unentschlossene können sich ihr eigenes Bild machen – vor Ort in der Gabelsbergerstraße, während die „Swing Kitchen“ bei offener Küche schon den nächsten Burger zubereitet.

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