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Die neuen Pläne für die Menterschwaige

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Von: Leoni Billina

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In der Diskussion um die Sanierung des Biergartens gibt es vielleicht bald eine Einigung
In der Diskussion um die Sanierung des Biergartens gibt es vielleicht bald eine Einigung © Marcus Schlaf

Nach monatelangem Hin und Her gibt es jetzt vielleicht endlich eine Einigung im Streit um die Sanierung des Biergartens Menterschwaige in Harlaching. Die Eigentümer haben einen neuen Entwurf bei der Stadt eingereicht.

Ein Biergartenbesuch ist zwar bei den aktuellen Temperaturen noch nicht vorstellbar und in weiter Ferne – in Harlaching wird er aber wohl in Zukunft wieder vor schöner Kulisse möglich sein. Denn beim Hin und Her um die Sanierung der Menterschwaige scheint sich eine Lösung zwischen Besitzer und der Stadt anzubahnen.

Kurz vor Weihnachten hat der Eigentümer des denkmalgeschützten Gutshofs, die Hamburger Qcoon Real Estate, einen überarbeiteten Bauantrag für den Biergarten am Isarhochufer eingereicht. „Wir wollen mit den Bauarbeiten möglichst umgehend nach Erteilung der Baugenehmigung starten“, sagt Projektleiter Bastian Große-Halbuer.

Einen ersten Entwurf für den Umbau lehnte die Lokalbaukommission im April ab

Den ersten Aufschlag hatte die Lokalbaukommission im April vergangenen Jahres abgelehnt. „Der neue Antrag ist ein guter Kompromiss zwischen Wirtschaftlichkeit, Denkmal- und Naturschutz“, so der Projektleiter.

Die Lokalbaukommission hatte sich aufgrund denkmal- und naturschutzrechtlicher Bedenken gegen den ersten Entwurf entschieden. Der damalige Plan: Die Räume und die Fassade sollten originalgetreu restauriert werden, das Innenleben des Gutshofs saniert. Die Verkaufsstände und die Schänke sollten in den östlichen Bereich des Biergartens verlagert und in einem Querbau zusammengefasst werden, in dem auch 22 Gästezimmer Platz finden sollten.

Der Bezirksausschuss und Wirt Christian Schottenhamel befürworteten die Pläne, kritisierten das Vorgehen der Lokalbaukommission. Die störte sich vor allem an dem Neubau, den sie zu groß und unvereinbar mit dem Haupthaus fand.

Mit den neuen Plänen könnte es eine Einigung geben

Der neue Entwurf sieht einen deutlich kleineren Anbau vor
Der neue Entwurf sieht einen deutlich kleineren Anbau vor © Bernstein Group

Und nun die Wende? „Wir haben die denkmal- und naturschutzrechtlichen Hinweise der Behörden bei der Aktualisierung der Planung berücksichtigt“, sagt Große-Halbuer. Der umstrittene Anbau soll um ein Drittel kleiner ausfallen und ist jetzt nur noch als eingeschossiger Pavillon geplant, in dem die Schänke und die Verkaufsstände gebündelt werden. Die ursprünglich dort eingeplanten Gästezimmer werden im Haupthaus untergebracht, in dem das Restaurant und der Küchenbereich an Hygiene- und Brandschutzvorschriften angepasst werden sollen.

Außerdem sieht der Entwurf vor, den Charakter der Menterschwaige als Biergarten unter einem dichten Blätterdach durch „gezieltes Baummanagement“ langfristig zu sicher: Die bestehenden Bäume sollen geschützt, abgestorbene durch Nachpflanzungen ersetzt werden.

Bierbänke unter grünen Bäumen
So soll der Biergarten nach der Sanierung aussehen © Bernstein Group

Eingeschlossen in die Gesamtplanung ist in dem neuen Plan auch das nun erworbene „Lola-Montez-Haus“, im Südwesten des Areals, das bisher separat genutzt wurde. In der Vergangenheit hat es hier wegen lautstarker Feste immer wieder Ärger mit den Anwohnern gegeben. Mit dem Erwerb sollen „auch die Belange der Nachbarn berücksichtigt“ werden, so der Projektleiter.

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