Die Pinakothek der Moderne zeigt Erlesenes von Mercedes-Benz

Die Sterne sind die Stars

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Der silberne Grand Prix Rennwagen "W 196 R" mit seiner Stromlinienkarosserie aus dem Jahr 1954.

München - Reinsetzen, losbrausen, abheben! Selbst wenn man alles andere als ein leidenschaftlicher Technik-Freak ist und Autos nur als Fortbewegungsmittel ansieht – bei diesen Modellen knickt jeder ein.

Die Wagen mit dem Stern sind immer wieder wahre Skulpturen auf Rädern, sind Gesamtkunstwerke, die Ästhetik und Funktion zur Synthese bringen, bei denen Kunst und Technik kein Widerspruch ist.

Spitzenstück der Gestaltung, bei deren Innenleben Ingenieurskunst zur Perfektion getrieben wurde, präsentiert jetzt die Neue Sammlung in der Pinakothek der Moderne. „Meilensteine Automobil-Design. Beispiel Mercedes-Benz“ nennt sich die Schau, in der sieben weltweit verstreute, meist aus Privatbesitz stammende Rennwagen und Luxuskarossen präsentiert werden.

"Die Sterne sind die Stars" - Mercedes-Benz in der Pinakothek

"Die Sterne sind die Stars" - Mercedes-Benz in der Pinakothek © Pinakothek der Moderne
bioniccar
Das Bionic Car – ein Forschungsfahrzeug von 2005, das die Strömungseigenschaften der Natur, genauer: die Aerodynamik des Kofferfisches zum Vorbild seiner experimentellen Form nimmt. © Pinakothek der Moderne
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Der Blitzen Benz – über 200 km/h schnell und fast hundert Jahre alt! © Pinakothek der Moderne
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Die Stilikone 300 SL Coupé – auch Flügeltürer genannt - aus dem Jahr 1955 ist ebenfalls in der Pinakothek der Moderne zu sehen. © Pinakothek der Moderne
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Der silberne Grand Prix Rennwagen "W 196 R" mit seiner Stromlinienkarosserie aus dem Jahr 1954. © Pinakothek der Moderne
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Der futuristisch pfeilförmige, auf Höchstleistung getrimmte C111-3 von 1978 ist eine Designstudie. © Pinakothek der Moderne
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Von der nachtschwarzen Lackskulptur des Autobahn-Kurier von 1938 gibt es nur noch zwei Stück. © Pinakothek der Moderne

Die Ausstellung ist nichts anderes als eine Sensation. Warum? Weil die höchst seltenen Sammlerstücke wohl nicht mehr in dieser Kombination zu sehen sein werden – oder zumindest nicht mehr so schnell –, denn von manchem Wagen gibt es nur noch ganz wenige Exemplare. Andere blieben gar Prototypen oder Unikate. In Serie ging lediglich der edle Mercedes 300 SL, von dem insgesamt 1400 Stück das Werk verließen – und der übrigens auch ein wahrer Filmstar war, von „Fahrstuhl zum Schafott“ bis zu „Ein Hauch von Nerz“…

Diese Stilikone der 50er- Jahre war ein Prestigeobjekt für die Superreichen der Welt – darunter der jordanische König, aus dessen Besitz der Wagen in der Ausstellung stammt. Zu den rasantesten der windschlüpfrigen Gefährte zählt der aggressive „Blitzen-Benz“ aus dem Jahr 1909 mit seinem Vogelschnabel oder der „Silberpfeil“, der so manchen Grand Prix gewann.

Außergewöhnlich in Form und Name: der nachtschwarze „Autobahn-Kurier“ aus dem Jahr 1938; ein Wagen für Ästheten das Coupé CLS. Die begehbare Installation endet beim Auto der Zukunft, dem „Bionic Car“: Klein, praktisch, quadratisch, stand bei diesem umweltfreundlichen, aerodynamischen Wagen ein tropischer „Kofferfisch“ Pate.

Barbara Welter

Quelle: tz

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