Dreiste Taten, mildes Urteil

Er beklaute schlafende Fahrgäste

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Reuig gestand Mohamed D. (19) seine vier Diebstähle.

München - Ein dreister Dieb schlug in der S-Bahn zu und beklaute schlafende Fahrgäste. Doch er flog auf und landete vor Gericht. Das Urteil ist relativ mild.

Mohamed D. (19) hält die Hand vors Gesicht und schämt sich. „Es tut mir furchtbar leid, ich habe einen großen Fehler begangen“, sagt der junge Mann. Vor dem Amtsgericht gestand er am Dienstag, eingeschlafene Fahrgäste in der S-Bahn bestohlen zu haben.

Am 8. Februar schlägt er zum ersten Mal zu: Um 5.51 Uhr fährt D. mit der S3 vom Ostbahnhof nach Holzkirchen. Im Vierer-Sitz nebenan sind zwei Frauen weggedämmert – einer nimmt er den Rucksack weg. Darin: Bargeld, Handy und ein Ring im Wert von insgesamt 400 Euro. Am 15. Februar dasselbe Spiel: D. fährt mit der S8 vom Flughafen nach Herrsching. Dort krallt er sich ein iPhone. Auch am 1. und am 23. März nimmt Mohamed D. zwei Fahrgästen die Handys weg, als sie schlafen. „Ich gebe alle Fälle zu“, sagt D.

Im Juni 2013 kam er als Asylbewerber. „Ich habe monatlich nur 137 Euro, brauchte Geld.“ Die Telefone verkaufte er – und fleht den Richter an: „Bitte Gnade.“ Das klappt. Der Dieb muss nicht in den Knast. Urteil: 15 Monate auf Bewährung!

thi

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