Weniger Parkplätze 

Dienerstraße und Tal: Erster Schritt zur Autoverbannung

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Parkplätze in der Dienerstraße sollen noch in diesem Jahr gestrichen werden. 

Autos sollen weitgehend raus aus der Innenstadt – allerdings schrittweise. Der Stadtrat hat gestern ersten Maßnahmen zugestimmt. 

Noch in diesem Jahr werden Parkplätze an der Dienerstraße und vor dem Sportgeschäft Schuster am Rindermarkt gestrichen. Die Parkgebühr wird auf 2,50 Euro pro Stunde erhöht. Die Maximalparkdauer wird allerdings nicht reduziert, wie ursprünglich geplant. Die Verwaltung wird zudem ein Konzept für eine weitere Verkehrsreduzierung ausarbeiten, das unter anderem die Erweiterung der Fußgängerzone ins Tal vorsieht. Dazu soll die Verwaltung mit Bürgern und Gewerbetreibenden in einen Dialog eintreten.

Zudem sollen bereits im kommenden Monat erste Varianten für einen Altstadt-Radlring vorgelegt werden. Das ist auch die Forderung des Bürgerbegehrens zum Radentscheid, das auf eine raschere Umsetzung drängt und bereits ein Konzept ausgearbeitet hat.

Mit-Initiatorin und Stadträtin Sonja Haider (ÖDP) sagte im Plenum, dass die Situation für Radfahrer in der Innenstadt schwierig und gefährlich sei. „Der Platz ist knapp, wir müssen ihn effizienter nutzen und brauchen eine rasche Umsetzung des Radringes.“

Die Bayernpartei hatte erfolglos einen Änderungsantrag eingebracht, zunächst die Anwohner und Gewerbetreibenden zu befragen, ob sie damit einverstanden sind, Parkplätze zu streichen und den Verkehr auszusperren. „Dann erst sollten wir hier eine Entscheidung treffen“, sagte Fraktionschef Johann Altmann.

Auf Anregung von ÖDP-Stadtrat Tobias Ruff verzichtete das Gremium darauf, die Maximalparkdauer auf eine Stunde zu reduzieren. „Bereits jetzt macht der Parksuchverkehr 30 Prozent des Gesamtverkehrs aus. Das wird noch mal zunehmen, wenn jede Stunde die Autos wechseln.“ Zudem beschloss das Gremium, wiederum auf Vorschlag der ÖDP, ein modernes Parkleitsystem einzurichten. Ziel soll es sein, mittels App zu ermitteln, wo Stellflächen frei sind.

Die CSU kritisierte das Vorgehen, Fraktionschef Manuel Pretzl sagte: „Es ist keine Verkehrswende, wenn man sagt, man sperrt die Autos aus, schafft aber keine Alternative.“ Die Verkehrsproblematik entscheide sich nicht in der Altstadt. „Das Problem sind die Pendler. Da müssen wir tätig werden.“ 

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