Diese Autofahrerin sucht ihre Schutzengel

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Beate Schöltis und ihrem Sohn Leon schlug Feuer aus der Lüftung ihres Autos entgegen.

München - Beate Schöltis (37) hat den Albtraum eines jeden Autofahrers erlebt: Plötzlich stand ihr Wagen während der Fahrt in Flammen.

Weil zwei junge Männer beherzt zur Hilfe geeilt sind, kamen sie und ihr 5-jähriger Sohn Leon jedoch mit dem Schrecken davon. Jetzt sucht sie die beiden Schutzengel, die spurlos verschwunden sind. Sie kennt nicht einmal ihre Namen. Der Horror passierte am Dienstagmorgen: Die 37-jährige Steinhöringerin fährt ihren Sohn um sieben Uhr morgens in den Kindergarten. Auf der Autobahn A 94 kommt plötzlich Qualm aus den Lüftungsschlitzen in das Wageninnere.

„Es roch nach verbranntem Gummi – ich hatte wirklich Angst!“, erzählt die Mutter später. Sofort nimmt sie die nächste Ausfahrt nach Anzing. Da schlagen bereits erste Flammen aus dem Motorraum. Beate Schöltis bremst noch auf der Ausfahrt ab und flüchtet mit dem kleinen Leon aus dem Auto. In sicherer Entfernung alarmiert sie mit dem Handy die Polizei. Zugleich sieht sie, wie eine dunkle Limousine hält. Zwei elegant gekleidete, dunkelhaarige Herren springen heraus und ersticken die Flammen mit einer Jacke. „Das Feuer ist aus!“, ruft einer der beiden ihr endlich zu.

Beate Schöltis telefoniert immer noch mit der Polizei und gibt Entwarnung. „Noch bevor ich aufgelegt habe, sind die Männer mit ihrem Wagen verschwunden“, erzählt die 37-Jährige. Später erfährt sie in der VW-Werkstatt, dass eine Überhitzung der beheizbaren Spritzdüsen am Scheibenwischer die Brandursache war. „Dass die Sache so glimpflich verlaufen ist, verdanken wir nur den beiden Männern“, sagt sie erleichtert. Deshalb hofft sie, die Retter über die tz ausfindig machen zu können: „Ich möchte mich wirklich von Herzen bedanken. Und das Mindeste ist doch, dass ich die Jacke ersetze. Die hat den Brand sicher nicht überstanden.“

Die tz vermittelt gerne. Die beiden Helfer können sich unter 089/5306-522 in der Redaktion melden!

Laura Hertreiter

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