Diese Münchner sind Opfer von Kriminellen

München - Genau 102.358 Straftaten wurden 2011 in München verzeichnet. Hinter der riesigen Zahl stecken bewegende Schicksale.

Als ihm der Räuber einen Revolver vors Gesicht hielt, hatte Taxifahrer Ansgar A. (47) mit dem Leben so gut wie abgeschlossen. Der brutale Raubüberfall im August 2011 lässt den Münchner nicht mehr los. Er ist traumatisiert, wie viele andere Opfer der insgesamt 102 358 Straftaten im vergangenen Jahr. Ausgeraubt, überfallen, geschlagen: Die Kriminalität in der Landeshauptstadt blieb zwar im Vergleich zum Jahr 2010 nahezu unverändert (+0,1 Prozent). Allerdings mit einigen Ausreißern: 

- Die Sachbeschädigungen nahmen um 2166 auf 13 960 zu. -

 Die Raubdelikte stiegen um 36 auf 581 an. 

- Die Mord- und Totschlagsfälle fielen dagegen um fünf auf 28. 

- Die Internetkriminalität verringerte sich gar um 287 Delikte auf 1767.

SVS, NBA, EBU, ARB

Raubüberfall: Täter noch nicht gefasst

„Ich habe ein mulmiges Gefühl, wenn es dunkel wird“, sagt Friseurin Heidi Lenk aus Mittersendling. In der Vorweihnachtszeit hat ein Unbekannter ihren Friseursalon am Gottfried-Böhm-Ring überfallen und ausgeraubt. Der Täter trug eine Strumpfmaske, war zwischen 20 und 25 Jahre alt, groß und schlank. „Ich hoffe, er wird bald gefasst!“, sagt Lenk, „Bis dahin sperre ich den Laden zu, sobald es dunkel wird.“

Körperverletzung: Messer-Opfer Sarah P.

„Mein Bein ist oft taub“ Es ist pures Glück, dass Sarah P. (23) überlebt hat. Ihr Ehemann hat im August 2011 aus Eifersucht 18 Mal mit einem Messer auf sie eingestochen, bis dieses auf ihrer Stirn zerbrach. Vor Gericht sagte sie, er habe „wie ein Teufel“ ausgesehen. Erst als die Tochter (3) schrie: „Papa, Mama aua nein“ und Sarah rief: „Ich liebe dich“, holte er den Notarzt. Sarah P.: „Nachts ist mein Bein manchmal taub. Dann kann ich schlecht wieder einschlafen.“ Der Ehemann bekam acht Jahre Haft.

Raubüberfall: Er fährt jetzt wieder Taxi

Taxifahrer Ansgar A. (47) blickte in den Revolverlauf eines Räubers: „Ich dachte, der erschießt mich jetzt.“ Er hatte Glück, die Waffe des Täters war nicht echt. Trotz des Schocks fährt Ansgar A. jetzt wieder Taxi. Er sagt: „Wenn man vom Pferd fällt, muss man wieder aufsteigen.“

Internetbetrug: Falsche Mails an Freunde

Computer-Hacker haben Schwester Bernadettes Mail-Konto geknackt! So bekamen Bekannte eine Mail – angeblich von der Ordensfrau – dass sie in Schottland Rucksack samt Geld verloren habe und nun Hilfe benötige. Dazu angegeben: eine Bankverbindung in Schottland. „Ich hoffe inständig, dass niemand überwiesen hat.“ Glücklicherweise machte der Trickbetrüger einen Fehler und schrieb Bernadette mit zwei „rr“ …

Einbruch: Täter nahmen Schmuck mit

Nach dem Einbruch in seinem Grünwalder Haus im November hat Star-Anwalt Sewarion Kirkitadse nur ein Ziel: „Ich werde alles daran setzen, dass die Täter ausfindig gemacht und gefasst werden.“ Die Gauner erbeuteten ­damals Schmuck seiner Frau im Wert von mehreren zehntausend Euro.

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