Für Zamperl und deren Besitzer gelten Regeln

Diese Poller in Parks sollten alle Münchner Hundehalter kennen

Hundehalter in München haben es nicht leicht: Für ihre Zamperl gibt es dutzende Regelungen, Verbote und Verordnungen. Wir verraten Ihnen in unserer großen Übersicht die wichtigsten Regeln und Bußgelder.

München - Es gibt sie in fast allen Parks in München, doch viele Leute wissen nicht, was es damit auf sich hat: Die Rede ist von grünen Pollern. Auf den ersten Blick sind sie wahllos im die Grünflächen herum verteilt, doch dahinter steckt eine Regelung, die besonders Hundehalter kennen sollten. 

Häufig ärgern sich Menschen über freilaufende Hunde auf Grünflächen. Geht es um eine Wiese mit grünen Pollern drum herum, dann auch zurecht. In den städtischen Parkanlagen herrscht zwar kein genereller Leinenzwang. Doch auf bestimmten Wiesen haben Hunde nichts zu suchen. 

Deutlich erkennbar auf dem Poller: Hunde müssen weg bleiben.

Gekennzeichnet sind diese No-Go-Zonen für Hunde mit grünen, kniehohen Pfosten, die um die Wiese, auf der das Betretungsverbot für Hunde gilt, herumstehen. Egal, ob mit oder ohne Leine: Hier haben Hunde nicht zu suchen. 

Ein Sprecher des Kreisverwaltungsreferats bestätigt: „Laut der Grünanlagensatzung dürfen alle Hunde die abgepollerten Bereiche nicht betreten.“

Hier ist es laut Grünanlagensatzung verboten, Hunde mitzuführen oder frei laufen zu lassen: 

  • Auf Spielplätzen für Kinder und Jugendliche
  • mit „grünen Pollern“ gekennzeichnete Spiel- und Liegewiesen
  • an den Bade- und Liegebereichen der Freibadegelände
  • Zieranlagen sowie Biotopflächen
  • auf der Theresienwiese während des Oktoberfestes und Frühlingsfestes
Auch wenn die flauschigen Fellnasen noch so vergnügt spielen, in manchen Bereichen ist es einfach nicht erlaubt. 

„Auf den Wegen in diesen Bereichen und im gesamten Westpark sind Hunde an der kurzen Leine zu führen“, heißt es in der Satzung weiter. Für Spielplätze hat die Stadt München übrigens ein absolutes Betretungsverbot erlassen. Das heißt, auch ohne grüne Poller ist der Kinderspielplatz in einem Park für Hunde tabu. Erst kürzlich kam es in der  Parkanlage „Grüntal“ in Bogenhausen zu einem Zwischenfall, als ein Schäferhund, der sich losgerissen hatte, zwei Mädchen attackierte. Die Halterin ging nicht dazwischen, gab gegenüber Zeugen einen falschen Namen an und verschwand. Die Polizei konnte sie erst wenige Tage später ermitteln. 

Neben dem Betretungsverbot gilt für große Hunde in manchen Bereichen Leinenpflicht. 

Hier gilt die Leinenpflicht für große Hunde:

  • in der Innenstadt – innerhalb des Altstadtrings (siehe Karte)
  • in Fußgängerzonen in verkehrsberuhigten Bereichen
  • auf öffentlichen Veranstaltungen, Märkten, Festen sowie Versammlungen im Freien
  • in unmittelbarer Nähe von Kinderspielplätzen
  • in öffentlichen Verkehrsmitteln
  • in Bahnhöfen (auch Zwischengeschoss und Bahnsteig)

Bei Verstoß: Diese Strafen erwarten Hundehalter

Wenn ein Hund gegen diese Regelungen verstößt, kann das für Herrchen oder Frauchen durchaus teuer werden. Die Veterinäre des Kreisverwaltungsreferats kontrollieren nämlich, ob die Satzung eingehalten wird.  „Bei Verstößen können Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet werden“, sagt ein Sprecher des KVR München. 

Das kosten die einzelnen Ordnungswidrigkeiten: 

Verstoß gegen das Betretungsverbot (grüne Poller):

  • - "große Hunde" an der Leine: Verwarnung in Höhe von 25 Euro (bei Kampfhunden 50 Euro)
  • "große Hunde" unangeleint: Geldbuße in Höhe von 100 Euro (bei Kampfhunden 200 Euro)

- Verstoß gegen die Leinenpflicht innerhalb des Altstadtrings: Geldbuße von 100 Euro (bei Kampfhunden 200 Euro)

- Große Hunde auf einem Spielplatz: Geldbuße von 200 Euro (bei Kampfhunden 400 Euro)

Die genannten Beträge der Geldbußen beziehen sich dabei jeweils auf vorsätzliches Handeln. 

Quelle: KVR München

Hunde in München: Der treue Begleiter in der Stadt

Ist mein Hund ein großer Hund?

Als große Hunde gelten alle Hunde, deren Schulterhöhe 50 Zentimeter oder höher beträgt. Erwachsene Schäferhund, Boxer, Dobermann, Deutsche Dogge gelten immer als große Hunde, auch wenn sie tatsächlich kleiner sind.

Tipp: Es geht auch einfacher

Die sogenannte „Neue Münchner Linie“ ist nicht ganz einfach für die Hundehalter. Damit man immer weiß, ob man sich dort, wo man gerade ist, auch wirklich mit Hund aufhalten darf, gibt es eine App der Stadt München. 

Die Zamperl-App funktioniert auf zwei Betriebssystemen: Android und iOS

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Hundetrainerin Nathalie Örlecke hat den Münchnern, die den Dreck ihrer Hunde nicht wegmachen, etwas Wichtiges zu sagen. Lesen Sie hier ihren Gastbeitrag. Außerdem spricht die Hundetrainerin eine unbequeme Wahrheit aus:  Hunde, die nicht hören, gehören an die Leine.

Erinnern Sie sich noch an die verschwundene Hündin Carlie? Am 19. Juli 2014 ist Hündin Carlie in München weggelaufen. Die ganze Stadt hat Carlie gesucht. Vergeblich. In ihrem berührenden, ehrlichen Gastbeitrag schrieb ihre Besitzerin Bine Alff, wie sie sich auf der Suche nach Carlie selbst verloren hatte.

Weitere Gastbeiträge finden Sie auf unserer Themenseite. 

Rubriklistenbild: © Reinhard Kurzendörfer

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