Brandretter fordern fünf neue Wachen

An diesen Orten braucht die Feuerwehr zu lang

Standort-Konzept bis 2030: So lesen Sie die Karte: In Weiß hat die Branddirektion die Bereiche eingezeichnet, die in der Hilfsfrist von zehn Minuten zu erreichen sind. In den grauen Flächen schafft sie das nicht! Die bislang zehn Feuerwachen (FW) sollen darum verschoben werden: Jetzt wird nicht nur die im Westend aufgegeben und weiter Richtung Laim verschoben. Auch die Wachen in Pasing und Milbertshofen fallen weg und werden durch jeweils zwei neue ersetzt.

München - So langsam brennt es bei der Feuerwehr: Die Brandretter können nicht mehr die ganze Stadt innerhalb der gesetzlichen Hilfsfrist von zehn Minuten erreichen! Darum legt die Branddirektion nun einen neuen Schlachtplan vor.

Sie will im Westen und Norden drei Wachen aufgeben und fünf neue bauen. Nach ersten Schätzungen könnten sich die Kosten auf insgesamt eine halbe Milliarde Euro bis 2030 belaufen! Morgen berät das Rathaus.

Die bislang zehn Feuerwachen in München sollen verschoben werden: Jetzt wird nicht nur die im Westend aufgegeben und weiter Richtung Laim verschoben. Auch die Wachen in Pasing und Milbertshofen fallen weg und werden durch jeweils zwei neue ersetzt.

Das Bayerische Feuerwehrgesetz ist klar: Nach einem Notruf müssen die Retter eigentlich in zehn Minuten jeden Einsatzort an einer Straße erreichen können. Das schaffen die Brandretter nach eigenen Angaben seit 2007 nicht mehr – vor allem an den Stadtgrenzen. Nun könne das mancherorts hingenommen werden, nicht aber in dichten Wohn- und Gewerbegebieten. „Die für Brandbekämpfung und Technische Hilfeleistung festgelegte Erreichung von 95 Prozent aller Einsätze in der Hilfsfrist kann derzeit nicht mehr geleistet werden“, erklären KVR und Branddirektion dem Stadtrat. München wächst besonders stark im Westen und Norden – etwa in Freiham und an der Nordhaide. Dafür wurden die zehn Wachen vor allem in den 60er und 70er Jahren nicht gebaut.

Darum hat die Feuerwehr mit Computer-Simulationen die Wachen auf dem Stadtplan hin- und hergeschoben: Im Ergebnis will sie nicht nur die im Westend, sondern auch die in Pasing und Milbertshofen aufgeben und fünf neue taktisch besser platzieren. Mit diesen zwölf Wachen könnten 93,8 Prozent aller Straßen und 92,5 Prozent aller Einsätze mit zehn Minuten Anfahrt abgedeckt werden. Das liegt also noch unter den geforderten 95 Prozent …

Lücken bleiben: Im Osten in Waldtrudering mit bis zu 70 Einsätzen pro Jahr könnten bessere Straßen helfen. Im Süden in Harlaching mit 50 Einsätzen müssen die Feuerwehrautos aus Sendling einzeln über die fragile Thalkirchner Brücke fahren – wenn es dort brennt, rast darum auch die Feuerwehr aus der Wache 1 dem Zentrum hin.

David Costanzo

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