Böllern und genießen

Mit diesen Tipps wird Silvester zum Kracher!

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Andreas Tügel empfiehlt Verbundfeuerwerk für den perfekten Silvesterspaß.

München - Am Samstag startet der offizielle Verkaufsstart für Silvesterknaller, und tausende Münchner lassen es vom Silvesterabend bis zum Neujahrstag wieder ordentlich krachen.

Peff, bumm, kawumm – auf geht’s zum Jahresendspurt. Am Samstag startet der offizielle Verkaufsstart für Silvesterknaller, und tausende Münchner lassen es vom Silvesterabend bis zum Neujahrstag wieder ordentlich krachen. Wie das gut und sicher klappt, erklärt der Münchner Profi-Feuerwerker Andreas Tügel (36) – er ist Experte für Spezialeffekte und Großfeuerwerke.

„Heuer kann man die ersten Feuerwerksartikel mit EU-Zulassung kaufen. Früher gab es nur vier deutsche Hersteller, die 99 Prozent des Marktes abgedeckt haben. Jetzt kommen immer mehr ausländische Firmen auf den Markt“, sagt Tügel. Langfristig könnte das den Preis senken – heuer aber noch nicht: „Das Feuerwerk ist aktuell bis zu fünf Prozent teurer als 2012“, sagt Tügel. Im Trend liegt Verbundfeuerwerk: Dabei werden mehrere Batterien mit auf einem Holzbrett zusammengelegt. „Mit einmal anzünden hat man fünf Minuten Spaß“, sagt Tügel. Bis zu 500 Gramm Nettoexplosivstoffmasse sind jeweils erlaubt.

Böller, Raketen und Fontänen gibt es am günstigsten in Komplettpaketen – Sets kosten im Handel zwischen zehn und 20 Euro. Mehr Auswahl und Qualität bieten Feuerwerker. „Für rund 2,8 Millionen Euro kaufen die Münchner jährlich ein, im Schnitt investiert jeder Bayer 25 Euro in Feuerwerk“, sagt Bernd Ohlmann vom Handelsverband Bayern. Sein Fazit: „Die Verbraucher werden anspruchsvoller – ebenso wie die Feuerwerkseffekte.“

Andreas Thieme

Wie Sie Gefahren vermeiden

Abgesprengte Finger, blutende Wunden – jedes Jahr aufs Neue führt die falsche Verwendung von Feuerwerk zu schlimmen Unfällen. Feuerwerker Andreas Tügel (36) gibt Tipps, um das zu vermeiden:

  • Böller nur draußen zünden, innen herrscht Brandgefahr. Kracher auf den Boden legen, nicht werfen und nicht lange in der Hand halten – sie explodieren oft schon nach nur drei Sekunden.
  • Niemals am Böller basteln oder die Zündschnur kürzen.
  • Batterien müssen stabil und gerade auf festem Boden stehen. Raketen am besten aus Flaschen abschießen.
  • Vorsicht vor Billig-Böllern von der Grenze oder dem Ausland, warnt das Bayerische Landeskriminalamt! Kugelbomben und Knaller (z.B. LaBomba) enthalten Blitzknallsprengstoff, der nach 0,5 Sekunden zündet!
  • Feuerwerk aus Polen, Österreich oder Holland darf nicht importiert werden, wenn es hierzulande keine Zulassung hat. Wer erwischt wird, verstößt gegen das Sprengstoffgesetz.
  • Zugelassene Ware erkennt man an der Prüfnummer des Bundesamtes für Materialprüfung (0589) oder der CE-Lizenzierung.

Spenden statt Böllern

120 Millionen Euro geben Feuerwerksfans bundesweit für Böller aus. Eine große Summe für den Silvester-Spaß. Wenn Sie, liebe Leser, stattdessen gerne Menschen in Not unterstützen möchten: Die gemeinsame Hilfsaktion von tz und Unicef freut sich über Ihre Hilfe. Bitte spenden Sie unter dem Motto Helft den Kindern in Bangladesch an: Stadtsparkasse München, Kontonummer 263 525, BLZ 701 500 00 oder an Commerzbank, Kontonummer 326 900 000, BLZ 700 800 00. Vielen Dank!

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