Joszef H. ist tief gefallen

Dieser Einbrecher ist ein Philosoph

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Muss eineinhalb Jahre in den Knast: Einbrecher Joszef H.

München - "Ich bin Philosoph", erklärt der Angeklagte. Joszef H. ist tief gefallen. Jetzt muss der 43-Jährige für eineinhalb Jahre in den Knast.

Der Ungar, der nach eigenen Angaben in Budapest ein Lehramt innehatte, schlägt sich seit Jahren mit Straftaten in Tirol und Bayern durch. Jetzt sitzt er wieder eineinhalb Jahre im Knast.

Als er sich am 23. August in einem Hotel in Ismaning einquartierte, ließ er den Zimmerschlüssel mit der Nummer 31 mitgehen. Zwei Nächte später kam er wieder mit Hilfe des Schlüssels rein. Mit einem Schraubendreher knackte er die Kassenschublade, in der sich rund 150 Euro befanden. Außerdem ließ er noch einen teuren Laptop und einen Beamer mitgehen. Dass er von einer Überwachungskamera gefilmt wurde, fiel ihm nicht auf.

Verteidiger musste Überzeugungsarbeit leisten

Am 27. August gegen 3.45 Uhr stattete Joszef H. dem Hotel einen erneuten „Besuch“ ab. Diesmal fand er in der Kassenschublade nur noch 20 Euro. Und diesmal schnappte ihn die Polizei: Haftbefehl!

„Den Schlüssel habe ich mitgenommen, damit ich das Internet nutzen kann“, wollte der Angeklagte am Montag Richter Marco Peissig weismachen. Dieser kopfschüttelnd: „Auf dem Video sind Sie gut zu erkennen.“ Verteidiger Patrick Ottmann hatte große Mühe, seinen zigfach vorbestraften Mandanten davon zu überzeugen, die Wahrheit zu sagen. Schließlich gab der Ex-Philosoph alles zu. Das Urteil – eineinhalb Jahre Knast – akzeptierte er sofort.

E. Unfried

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