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Die Innere Mission München zeichnet die tz-Aktion "Zukunft Alter" aus

Dieser Preis macht uns stolz

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Verleger Dr. Dirk Ippen freut sich über die Preisträger aus dem Pressehaus: Armin Geier (tz) und Carolin Wörmann (Münchner Merkur).

Stolz? Nein, das erfüllt uns Journalisten eher selten. Am Montagabend war einer jener seltenen Augenblicke, in denen wir dieses Gefühl empfanden.

Wenn uns neben den alltäglichen Zweifeln mal ein positives Gefühl überkommt, dann vielleicht Zufriedenheit, weil einem die eigene Geschichte besonders gut gelungen scheint. Aber Stolz auf die geleistete Arbeit? So richtig? Aus dem tiefsten Innern?

Am Montagabend war einer jener seltenen Augenblicke, in denen wir dieses Gefühl empfanden. Da zeichnete die Innere Mission München unseren Redakteur Armin Geier für die Aktion „Zukunft Alter“ mit dem Karl-Buchrucker-Preis 2008 aus. Der Preis des evangelischen Hilfswerks ist für Veröffentlichungen gedacht, „die sich in besonderer Weise mit sozialen und diakonischen Themen beschäftigen beziehungsweise zu deren Diskussion anregen“, heißt es in der Ausschreibung.

Armin Geier (39) teilt sich den Hauptpreis mit Caroline Wörmann (34) vom Münchner Merkur, deren Serie „Leben im Alter“ die Jury ebenfalls ausgezeichnet hat. Weitere Preise gehen an den Dokumentarfilmer Max Kronawitter („Sterbezeit ist Lebenszeit“) und an die Künstlerin Farida Heuck („Zertifikat Deutsch“).

Ein Journalistenpreis für „Zukunft Alter“ – daran hatten weder tz-Chefredakteur Rudolf Bögel noch sein Stellvertreter Peter Schiebel und auch nicht Armin Geier gedacht, als sie im Spätsommer 2007 gemeinsam die wöchentliche Seite konzipierten. Es sollte eine Seite sein, die Antworten gibt auf die wachsenden Herausforderungen des Älterwerdens in einer immer älter werdenden Gesellschaft. Mit Reportagen, Nachrichten, Interviews und einem großen Service-Teil. Seitdem erscheint die Seite immer dienstags in Ihrer tz. Die Themen sind breit gefächert: von Pflege-Missständen bis zu Lebenserfahrungen alter Menschen.

„Die Preisträger ermutigen dazu, neue Wege einzuschlagen, eingefahrene Wahrnehmungs-, Denk- oder Lebensstrukturen zu überwinden und das Leben bis zuletzt so anzunehmen, wie es uns begegnet“, sagte Pfarrer Günther Bauer, Geschäftsführer der Inneren Mission.

Der Chef der Deutschen Journalistenschule, Ulrich Brenner, hob in seiner Laudatio auch den Stil der Artikel hervor: „Nie spielt sich in den Texten Autoren-Eitelkeit nach vorne, nie wird wortgewaltig kommentiert, da gibt es kein Pathos, keine Mitleidsarien, keinen moralischen Zeigefinger. Da wird beobachtet, beschrieben und informiert. Und doch wissen die Leser immer, wo der Autor steht.“ Und in dessen Folge, wo die tz steht: auf der Seite der Pflegebedürftigen und deren Angehöriger, auf der Seite der engagierten Pfleger, auf der Seite der seriösen Heimträger und Pflegedienste, auf der Seite der ganz normalen Menschen... Themen gibt es genug. Armin Geier: „Wir haben noch eine dicke Mappe.“

Dass die tz für dieses Engagement – das in dieser Form unter den deutschen Tageszeitungen übrigens einmalig ist – dass unser Redakteur Armin Geier dafür einen Preis bekommt, das macht uns nun ausnahmsweise wirklich stolz!

Quelle: tz

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