Im Mehrzweckfahrzeug der Puchheimer Brandlöscher

Dieses Baby kam wie die Feuerwehr

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Mama Sandra Lemke und ihr kleiner Florian. Der Bub kam im Mehrzweckfahrzeug der Puchheimer Feuerwehr zur Welt. Er ist kerngesund, 50 Zentimeter groß und 3670 Gramm schwer.

München - Sandra Lemke (31) ist glücklich. Sie hat ihren Florian Alexander vor ein paar Tagen zur welt gebracht - in einem Mehrzweckfahrzeug der Puchheimer Feuerwehr .

Sandra Lemke (31) lächelt. „Sein erstes Spielzeug wird wahrscheinlich eine Rassel sein - und kein Feuerwehrauto”, sagt sie. Das Feuerwehr-Auto gibt’s dann wahrscheinlich von Freunden oder Angehörigen zu Florians erstem Geburtstag…

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Das ist naheliegend, schließlich tat Florian Alexander seinen ersten Schrei am Freitag in der Nacht um 23.07 Uhr in einem Feuerwehrauto. Wenige Tage später gähnt er bereits leicht gelangweilt in die Kamera – und auch die Mama versteht den ganzen Rummel um die außergewöhnliche Geburt nicht. „Ich finde das nicht so besonders”, sagt die 31-Jährige gelassen. Und außerdem: „Ich hab von dem ganzen Trubel um mich herum nicht viel mitbekommen, schließlich hab ich ja ein Kind gekriegt.”

Doch: Mit dem Notruf, den ihr Mann Robert (30) wenige Minuten vor der Geburt absetzte, wurden zwei Floriansjünger der Feuerwehr Puchheim-Bahnhof zu einem in ihrer Feuerwehrgeschichte einmaligen Einsatz gerufen. Im Fachjargon heißt so etwas: medizinischer Noteinsatz wegen kurz bevorstehender Geburt. Pressesprecher Andreas Gierstorfer sagte dem Fürstenfeldbrucker Tagblatt: „Die beiden Kollegen rechneten nicht damit, dass es so schnell gehen würde.”

Bei ihrer ersten Geburt vor gut einem Jahr hatte es das Paar noch locker in die Starnberger Klinik geschafft. Auch ihr Sebastian hatte es damals schon recht eilig und erblickte nach zweieinhalb Stunden Geburtsarbeit im Kreißsaal (und ganz ohne Blaulicht) das Licht der Welt.

Bei Florian ging alles noch schneller: Eine knappe Stunde nach den ersten Wehen ging es für die werdende Mutter zur Sache. Sandra Lemke erzählt: „Von der Wohnungstür bis zur Haustür setzten schon die Presswehen ein und wir entschieden uns, lieber nicht allein loszufahren, sondern die Nummer 112 zu wählen.”

Michael Almstetter (34) von der Puchheimer Feuerwehr machte sich zusammen mit Kollegin Sylvia Kössl sofort auf den Weg – und dann ging alles ganz schnell. Almstetter: „Es blieb keine Zeit mehr – der Kopf des Babys war schon draußen, bevor die werdende Mutter im Einsatzfahrzeug war.“

Eine Wehe später war ein gesunder Bub auf der Welt. Eine Geburt im Feuerwehrauto! Der Notarzt stand schon parat und durchtrennte die Nabelschnur. Sandra Lemke: „Mein Mann war natürlich mit dabei, aber nur in zweiter Reihe, weil es ein wenig eng war im Auto.”

Und wie kam es zu dem Namen Florian? Die Mama erzählt: „Wir wollten ihn sowieso entweder Alexander oder Florian nennen, sprich den einen oder anderen Namen voranstellen.” Spätestens mit der Geburt war klar, wie die Namensreihenfolge lauten soll: Florian Alexander.

Angi Kiener

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