Oberbürgermeister an der Isar

Dieter Reiter: SPD-Politiker und Bürgermeister der Stadt München

Dieter Reiter (SPD), Oberbürgermeister von München, nimmt an der konstituierenden Sitzung des Münchner Stadtrats im Deutschen Theater teil
+
Dieter Reiter: SPD-Politiker und Bürgermeister der Stadt München.

Ein Leben lang hat sich Dieter Reiter für die Belange seiner Heimatstadt München eingesetzt. Einen Traum erfüllte er sich mit seiner Wahl zum Oberbürgermeister. Details zu seinem Lebenslauf, seinen politischen Forderungen und seinem Privatleben.

  • Dieter Reiter ist seit dem Jahr 2014 Oberbürgermeister der Stadt München.
  • Seine zweite und letzte Amtszeit trat der SPD-Politiker im März 2020 an.
  • Der Oberbürgermeister ist seit 2003 mit der Münchnerin Petra Reiter verheiratet.

München – O‘zapft is! Der Anstich des ersten Fasses und die damit verbundene traditionelle Eröffnung des Münchner Oktoberfests obliegen seit dem Jahr 2014 Dieter Reiter. Denn seit dem 30. März 2014 hat der SPD-Politiker das Amt des Münchner Oberbürgermeisters inne.

Der Lebenslauf von Dieter Reiter

Dieter Reiter wurde am 19. Mai 1958 in Raun geboren, wuchs aber seit dem dritten Lebensjahr in der bayerischen Landeshauptstadt im Stadtteil Sendling auf. Der Diplom-Verwaltungswirt hat einen stringenten Lebenslauf, denn er arbeitet seit dem Ende seines Studiums an der Fachhochschule für Öffentliche Verwaltung und Rechtspflege in der Münchner Stadtverwaltung:

  • von 1981 bis 2009 u. a. als stellvertretender Stadtkämmerer, Büroleiter und Pressesprecher in der Stadtkämmerei
  • von 2009 bis 2014 als Stadtrat und Referent für Arbeit und Wirtschaft.

Im Jahr 2014 folgte er dem langjährigen Oberbürgermeister Christian Ude, der die Geschicke Münchens von 1993 bis 2014 geleitet hatte.

Dieter Reiter – Oberbürgermeister der Stadt München

Schon relativ früh, nämlich im Dezember 2011, entschied sich die SPD der bayerischen Landeshauptstadt, Dieter Reiter ins Rennen um das Münchner Rathaus zu schicken. Christian Ude machte nie einen Hehl daraus, dass Reiter sein Wunsch-Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters war. Am 30. März 2014 trat Reiter bei der Stichwahl gegen den Kandidaten der CSU Josef Schmid an und konnte die Wahl mit 56,7 % der Stimmen gewinnen. Sechs Jahre später musste er wieder in die Stichwahl. Mit 47,9 % der Stimmen verfehlte er die absolute Mehrheit und trat am 29. März 2020 erneut an: Seine Gegenkandidatin war diesmal Kristina Frank von der CSU. Mit 71,7 % der Stimmen verhalfen ihm die Münchnerinnen und Münchner zu einer zweiten Amtszeit als Oberbürgermeister.

Dieter Reiters Familie

Dieter Reiter ist seit dem Jahr 2003 in zweiter Ehe mit Petra Reiter verheiratet: Beide brachten Kinder mit in die Patchwork-Familie: der Oberbürgermeister ein Kind, seine Frau zwei. Doch wirklich fremd waren sich die beiden nicht, als sie sich ineinander verliebten: Beide wuchsen in Sendling auf und waren sogar Nachbarskinder. Bewundert habe sie ihn schon als junges Mädchen, gab Petra Reiter in Interviews zu. Die Kinder sind heute erwachsen und Petra Reiter nimmt als Gattin des Oberbürgermeisters viele Termine wahr, um ihren Mann bei seiner Arbeit zu unterstützen. Neben ihrer offiziellen Rolle an der Seite Dieter Reiters begleitet sie Menschen am Ende ihres Lebens als ehrenamtliche Sterbebegleiterin.

Das Wahlprogramm von Dieter Reiter

Verkehr, Stadtplanung, Ökologie – mit diesen Themen konnte Dieter Reiter bei den Einwohnern Münchens schon während seiner ersten Amtszeit punkten. Als sein wichtigstes Anliegen bezeichnet er das Thema Mieten und Wohnen: München solle als Stadt bezahlbar für alle bleiben, die in der bayerischen Landeshauptstadt leben möchten. Auch der Kampf gegen Rechtsextremismus und der Einsatz für die Integration von Ausländern liegen ihm besonders am Herzen.

Zu den zentralen Projekten seines Wahlprogramms von 2020 gehören:

  • der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs,
  • die Komplettierung des Radwegenetzes,
  • die autofreie Altstadt,
  • die Förderung der Elektromobilität,
  • der Neubau bezahlbaren Wohnraums in München,
  • die Mietpreisbremse,
  • die Förderung junger Familien und
  • der Klima- und Umweltschutz.

Kommentare