Zur Medaille, Schätzchen!

Uschi Glas erhält "München leuchtet"

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OB Dieter Reiter ehrt Uschi Glas mit der Medaille: München leuchtet.

München - Mit frivolen Streifen wie „Zur Sache, Schätzchen“ wurde sie berühmt, das deutsche Kino- und TV-Entertainment wäre ohne sie kaum vorstellbar. 2013 stand sie bei „Fack ju Göhte“ als  Burn-Out-Lehrerin vor der Kamera. Doch Uschi Glas (72) hat auch ein großes Herz.

So spendete sie 2000 über 10.000 Mark an Helmut Kohl, um in der Schwarzgeldaffäre den Schaden der CDU auszugleichen. Doch das dürfte OB Dieter Reiter (SPD) kaum dazu bewogen haben, Glas am Mittwoch im Rathaus mit der Medaille „München leuchtet“ zu ehren. Selbstverständlich würdigte der OB zwar das Werk der „Quotenkönigin des deutschen Fernsehens“. Doch er betonte: „Mindestens ebenso beeindruckend wie diese schauspielerische Karriere ist Ihr soziales Engagement.“ Als Schirmherrin der „Deutschen Stiftung Patientenschutz“ setzt Glas sich für schwerstkranke, pflegebedürftige und sterbende Menschen ein. Im Kampf gegen Blutkrebs unterstützt sie die Deutsche Knochenmarkspenderdatei. Besonders berührt zeigte sich Reiter aber davon, dass Glas und ihr Ehemann Dieter Hermann 2009 den Verein brotZeit gründeten, der bedürftige Kinder an rund 153 Grund- und Förderschulen in ganz Deutschland mit Frühstücken versorgt, 28 davon allein in München.

„Dass eine private Initiative dafür sorgen muss, dass Kinder in dieser reichen Stadt nicht hungrig im Unterricht sitzen müssen, das gibt mir zu denken“, so Reiter. Glas war gerührt: „Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung, das ist eine großartige Botschaft.“ Das Engagement ihres Vereins sei lange noch nicht am Ende, gerade angesichts der Flüchtlingsströme. „Es gibt viele traumatisierte Kinder und Eltern, die sich noch nicht zurechtfinden. Dabei ist es so wichtig, dass Kinder vor der Schule ein vernünftiges Frühstück bekommen.“ Die brotzeit-Helfer - meist Senioren - unterstützen die Lehrer auch im Unterricht und bei der Hausaufgabenbetreuung. Dieses Angebot wolle der Verein in Zukunft noch weiter ausbauen, so Glas an. „Zu Tränen gerührt“ zeigte sich Glas vom großen Engagement der Münchner in der aktuellen Flüchtlingssituation. „Ich bin stolz auf diese Stadt.“

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