Diskussion um Sicherheit der 2. S-Bahnröhre

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Kläger-Anwalt Dr. Wolfgang Leitner fordert den unterirdischen Abtransport

München - Wie sicher ist Münchens Untergrund? Das war am Mittwoch die entscheidende Frage im Prozess um die 2. S-Bahnröhre.

Eine der Forderungen der Marienhof-Anrainer ist, dass der Aushub unterirdisch antransportiert wird. Das würde bedeuten, dass erst der Tunnel in bergmännischer Bauweise fertiggestellt wird, ehe man den Bau der Station Marienhof in Angriff nehmen könnte. Für Ingenieur Dr. Jürgen Zähle, der für die Kläger als Experte auftritt, wäre dies die bessere Lösung: „Der unterirdische Transport verkürzt die Bauzeit, ist billiger und umweltfreundlicher, weil nicht unzählige Laster durch die Stadt rollen.“

Dem widersprechen Experten der Bahn, die erst die Schächte und dann die Röhren bauen wollen. Die Begründung: Münchens Untergrund ist für den Kläger-Vorschlag zu unsicher. Die Röhre verläuft im Mergel, der von Sandlinsen durchsetzt ist. Man müsse mit Grundwasser-Einbrüchen rechnen. Der Bau sei mit Risiken behaftet, wie DB-Projektleiter Albert Scheller ausführte. Der Dom könne sogar leicht ins Wanken geraten. Scheller versprach freilich „das höchste Maß an Risikominimierung“.

ebu.

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