Prozess um Mord an Regimekritiker Stjepan Durekovic

Dissidentenmord: Verurteilung wegen Mordes gefordert

München - Im Münchner Prozess um den gewaltsamen Tod eines Exilkroaten im Sommer 1983 hat die Bundesanwaltschaft eine Verurteilung der beiden Angeklagten wegen Mordes beantragt.

Diese Forderung stellten die Vertreter der Bundesanwaltschaft am Dienstag im Prozess vor dem Oberlandesgericht München.

Die beiden früheren hohen Offiziere des damaligen jugoslawischen Geheimdienstes sind wegen Beihilfe an dem Verbrechen angeklagt. Der Senat hatte aber schon zu Prozessbeginn darauf verwiesen, auch eine Verurteilung wegen Mittäterschaft komme in Betracht. Davon gingen die Anklagevertreter nach Ende der 21 Monate langen Beweisaufnahme aus.

Der ehemalige Chef des früheren Sicherheitsdienstes SDS in Zagreb und der Leiter der Abteilung Feindliche Emigration sind dem Plädoyer zufolge schuldig, den Mord an dem geflüchteten Regimekritiker Stjepan Durekovic in Auftrag gegeben zu haben. Ein zu lebenslanger Haft verurteilter Landsmann lockte den Journalisten in seine Druckerei in einer Garage im oberbayerischen Wolfratshausen, wo Durekovic umgebracht wurde. Die Killer entkamen und wurden nie belangt. Der Lockvogel wurde 2005 gefasst und 2008 verurteilt.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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