Bagger kam durch die Luft geflogen

Donisl-Abriss hat begonnen

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Die Altstadt ist einfach zu eng für den Donisl-Abriss: Darum musste die Bayerische Hausbau den Abbruchbagger vom Frauenplatz übers Bratwurstglöckl heben. 2015 soll der neue Donisl öffnen.

München - Jetzt geht’s dem alten Donisl an den Kragen: Vor einem halben Jahr hat die Gut & Günstig-Gaststätte geschlossen – nun hat der Abriss zwischen Marienplatz und Frauenplatz begonnen.

Und weil die Altstadt so eng ist, müssen die Baulogistiker dreidimensional denken und in die Luft gehen. Kommt ein Bagger geflogen!

Zunächst müssen das Rückgebäude, die ehemalige Küche und der glasüberdachte Gast­raum dran Glauben. In der Nacht auf Mittwoch hat die Bayerische Hausbau den Abrissbagger vom Frauenplatz am Dom aus in die Thiereckstraße gehievt – über das Nürnberger Bratwurstglöckl. Der frisst sich seitdem Stück für Stück von hinten durch. 

Zweite Luftnummer folgt nächste Woche

Weil vorne die Fassade erhalten bleibt, muss der Bauherr Anfang nächster Woche die zweite Luftnummer vollführen: Dann lupft ein Kran einen kleinen Bagger über die 24 Meter hohe Fassade und setzt ihn im fünften Stock ab. Während er zur Sicherung weiter am Haken hängt, gräbt sich der Mini-Bagger Schaufel um Schaufel bis zum Erdgeschoss durch. Das wird zwei Monate lange Kleinstarbeit, teilweise müssen die Arbeiter per Hand ran. Darum dauern Abriss und Neubau insgesamt auch zwei Jahre, obwohl die Fläche nur rund 650 Quadratmeter groß ist.

Nach dem Abriss bohrt ein Spezialgerät Pfähle in den Boden. Anfang 2014 soll der Rohbau beginnen, erst der hintere, dann der vordere Gebäudeteil. Im zweiten Halbjahr 2015 soll der alte, neue Donisl wieder öffnen. Hauptpächterin Hacker-Pschorr stellt sich eine Alt-Münchner Gaststätte mit 500 Plätzen vor – mit Laubenhof und viel Holz, Sumpfkalkputz und Naturstein.

DAC

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