Muss Traditionswirtshaus Donisl schließen?

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Wird das Schild der Traditionsgaststätte Donisl nächstes Jahr abmontiert?

München - Es hatte mit einer kleinen Weinschänke begonnen, un dzwar im Jahr 1315 – wird die Erfolgsgeschichte nun 2012 mit dem Ablauf des Pachtvertrages enden? Heiß spekuliert wird derzeit über die Zukunft der Münchner Traditionsgaststätte Donisl.

1715 erhielt das Lokal die Erlaubnis zum Bierausschank und wurde 70 Jahre später von der Gaststätte Zur alten Hauptwache in den beliebten Donisl umbenannt.

Ende 2012 läuft laut Bernhard Taubenberger von der Schörghuber-Gruppe der Vertrag der Pacht-Familie Wildmoser aus. Diesen Zeitpunkt nutzt die Bayerische Hausbau (Schörghuber-Gruppe) für eine große Veränderung. „Seit dem Zweiten Weltkrieg gab es keine grundsätzliche Sanierung mehr. Wir nehmen den Ablauf des Pachtvertrages und den schlechten Gebäudezustand zum Anlass, um den Sanierungsbedarf zu erfassen und über eine neue Konzeption nachzudenken“, sagte Taubenberger am Donnerstagabend zur tz. Dabei werde man „keine Denkblockaden zulassen“. Das bedeutet: Neben einer Wiedereröffnung des Donisls in neuem Gewand wird auch über andere Nutzungsmöglichkeiten nachgedacht. Das Aus für den beliebten Donisl? „Es ist noch keine Entscheidung gefallen. Wir sind erst bei der Bestandsaufnahme und Ideenfindung“, beruhigt Taubenberger.

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Trotzdem scheint klar, dass unter anderem eine Einzelhandelsnutzung im Raum steht. Weil dies vermutlich deutlich lukrativer ist. Eine Mode-Kette im Gebäude mit Top-Lage? Die Gegebenheiten wären denkbar günstig: Inklusive Keller hat die Immobilie 2600 Quadratmeter Nutzfläche.

Übrigens: Den noch heute gebräuchlichen Namen „Zum Donisl“ prägte der Volksmund nach dem Bierwirt Dionysius Haertl, der von 1760 bis 1775 seine Gäste so gut bewirtete, dass sein Vorname zur unverwechselbaren Bezeichnung eines der beliebtesten Treffpunkte im Herzen Münchens wurde.

sd.

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