Donnersberger Brücke: Debakel im Berufsverkehr

Auf der Donnersbergerbrücke wird es in diesem Sommer zu Verkehrbehinderungen kommen.

München - Die Donnersberger Brücke wird zwischen April und September gründlich saniert, was jede Menge Verkehrchaos zur Folge haben wird. Die Zeilen eines alten Willy-Astor-Liedes werden dann wieder aktuell.

Donnersberger Brückn, I fahr auf Dir ab. Debakel im Berufsverkehr, Stop and Go and Stop

Diese Zeilen stammen aus einem Lied von Willy Astor. Der Song ist schon ein paar Jahre alt – aber jetzt wird er erst so richtig aktuell. In ein paar Wochen gehen an der Donnersbergerbrücke Bauarbeiten los. Dann werden die Münchner Autofahrer erleben, was da genau gemeint ist mit dem Debakel im Berufsverkehr…

Willy Astor

Anfang April beginnen die Bauarbeiten, und dann kommt’s dick. Fünf Monate lang wird die östliche Seite der Brücke umgebaut, Stau und Tempo-Limit 40 inklusive. Schluss ist im September, wenn alles nach Plan läuft. Hintergrund: Wegen der unterschiedlichen Temperaturen im Sommer und Winter dehnt sich die Brücke aus (beziehungsweise zieht sich zusammen). Damit diese Verschiebungen die Brücke nicht schädigen, sind so genannte Übergangskonstruktionen eingebaut. Die Stahlteile sind auf der östlichen Brückenhälfte rund 40 Jahre alt und müssen ausgetauscht werden. Und wenn eh schon mal Baustelle ist, wird auch gleich noch den Asphalt erneuert.

So verändert München sein Gesicht

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Dieter Glatz vom Baureferat: „Wir machen alles in einem Aufwasch, dann ist es rum.“ Wie werden die Auswirkungen für die Pendler sein? „Wir versuchen, den Verkehr so normal wie möglich weiterlaufen zu lassen“, so Glatz. Trotzdem wird die gesamte Brücke wegen der Bauarbeiten beeinträchtigt werden: Spuren werden zusammengelegt und umgelenkt, dazu kommen an manchen Wochenenden Vollsperrungen der Ost-Seite. Und das Limit von 40 km/h wird voraussichtlich für die komplette Baustelle gelten. Klingt, als steht den Autofahrern ein langer, stressiger Sommer bevor. Aber auch das hat Willy Astor in Sachen Donnersbergerbrücke ja immer schon gewusst:

Bei Dir geht’s eigentlich immer, komma sagen, drunter und drüber.

Susanne Hartung

Verlegung einer Fahrbahn

Damit der Verkehr in Richtung Olympiapark weiter fließen kann, wird die beim Blick nach Norden linke Spur auf die andere Brückenseite verlegt. Hier wird übrigens nicht gebaut. Die verlegte Spur ist quasi der Wochenend-Bypass gegen den Verkehrs-Infarkt – sie ist von den Sperrungen nicht betroffen.

Abwechselnd gesperrt

Diese Übergangskonstruktionen (siehe Bild), die sich über alle Spuren des östlichen Brückenteils ziehen, sind der Grund für die Bauarbeiten: Sie müssen erneuert werden. Die Arbeiter nehmen sich jeweils eine Spur vor, die anderen beiden Fahrstreifen bleiben offen.

Rampe: Eine Spur weg

Die Rampenauffahrten sind am meisten von den Bauarbeiten betroffen. Die zwei Spuren, die auf die Brücke führen, werden zu einer zusammengelegt. Damit aber auch hier alle Stellen der Übergangskonstruktion erneuert werden können, wird diese zusammengelegte Spur im Laufe der Bauzeit hin und her verschoben.

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