Bessere Lösung erwünscht

Donnersberger Brücke: Radlerunfreundliche Regelung

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Ein Radler auf der Donnersbergerbrücke

München - Münchner Bürger fragen, Oberbürgermeister Christian Ude antwortet: Heute geht es um eine radlerunfreundliche Regelung auf der Donnersberger Brücke.

Frage

Es wird ja viel getan in München für Radfahrer, aber auf der Donnersbergerbrücke gibt es ein Problem: Wenn ich mit dem Radl auf diese Brücke fahre und es abstelle, um mit der S-Bahn nach Hause zu fahren (ich wohne in Gilching und arbeite in der Moosacher Straße), fahre ich entweder in der richtigen Richtung auf die Brücke hinauf und dann in der falschen wieder zurück, oder umgekehrt. Ein befragter Polizist meinte dazu, ich müsste, wenn ich in der falschen Richtung unterwegs bin, einfach mein Fahrrad schieben oder halt einen weiträumigen Umweg benutzen. Ich fände es super, wenn es da eine bessere Lösung gäbe als derzeit.

Elfriede Schnell, Gilching

Antwort

Die Nutzung von sog. Zweirichtungsradwegen ist insbesondere innerhalb geschlossener Ortschaften mit besonderen Gefahren verbunden und soll deshalb nach der Straßenverkehrsordnung (StVO) grundsätzlich nicht angeordnet werden. Daher kommen Zweirichtungsradwege innerorts nur ausnahmsweise, nach sorgfältiger Prüfung und nach Abwägung der Konfliktpunkte in Betracht.

Münchens kuriose Radlfallen

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Auch wenn es im Fall der Donnersbergerbrücke wünschenswert wäre, den Radverkehr in beiden Fahrtrichtungen zuzulassen, kann diesem Anliegen aus Verkehrssicherheitsaspekten leider nicht entsprochen werden. Sowohl die bautechnischen Vorgaben hinsichtlich der Breiten der Radverkehrsanlagen als auch die Fußgängerströme der ein- und aussteigenden Bus- und S-Bahnfahrgäste stehen beispielsweise der Freigabe entgegen.

Weiterhin kommt erschwerend hinzu, dass aufgrund der baulichen Gegebenheiten, infolge der Rampen an den vorhandenen Gefällstrecken, vom „bergab“ fahrenden Radverkehr so hohe Geschwindigkeiten erreicht werden, dass hier ein erhebliches Sicherheitsproblem besteht. Die Möglichkeiten einer weiträumigen Umfahrung oder gar das Schieben des Rades stellen ganz sicher keine Komfortlösungen dar.

Ausschlaggebend für die Beibehaltung der derzeitigen Radverkehrsführung auf der Donnersbergerbrücke ist aber die Verkehrssicherheit. Da die Nutzung von Zweirichtungsradwegen innerorts die häufigste Unfallursache darstellt, ist dieser besondere Aufmerksamkeit zu widmen.

Ich hoffe auf Ihr Verständnis und darauf, dass Ihnen die Ausführungen des Kreisverwaltungsreferates als Erklärung dienlich waren.

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